Geschichte der praktischen Astronomie. zzr
rieten gleich zu stellen. Man sehe, wie er stch hier-über ausdrückt (IVle'in. cks ?->ri3 1702 p. lig):„Wären die Comcten Planeten, die stch der Erde„nur alsdann zeigen, wenn ste ihr sehr nahe sind,„so ist kein Zweifel, daß sie allmählich anwachsend„erscheinen müßten, eben so wie man sie gewöhnlich„abnehmen und verschwinde» sieht, sowohl in Ab-„sicht auf ihre Bewegung, welche gegen das Ende„ihrer Erscheinung langsamer wird, als auch in„Absicht auf die Verminderung ihres Lichtes, wel-„cheS auch beynahe in eben demselben Verhältnisse„erlischt. Allein wir erblicken fast immer die Co-urieren zuerst, wenn ste in ihrer größten Helligkeit„sind, und scheinbarlich einen sehr großen Weg„durchlaufen, und eben dies könnte glauben ma-„chen, daß ste nichts weiter als Feuer sind, die„sich plötzlich entzünden und allmählich vernich-„ten, indem sie zugleich an Geschwindigkeit abneh--„men rc."
Diese Muthmaßung kann man nur der nochgar zu unvollkommnen Kenntniß, welche man zuder damaligen Zeit von der Bewegung der Cvme-ten hatte, zuschreiben. Die Astronomen, besondersmit der Bewegung der Planeten beschäftigt, warennicht aufmerksam genug, um alle Gegenden deSHimmels zu durchmustern, und ließen daher meh-rere Cometen ganz unbeobachtet entwischen, oderbeobachteten andre erst lange Zeit, nachdem stesichtbar gewörden waren. Das Licht der Cometen,wollte man, sollte dem Lichte der Planeten ähnlichseyn: eine ungegründere Voraussetzung. Man br-