Band 
Zweyter Theil.
Seite
369
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Geschichte der physischen Astronomie. gs-

der andern in jedem Augenblick verändert. Von die-sen Ungleichheiten werde ich in der Folge handeln; nurwill ich hier erst einige besondere Anwendungen betrach-ten , welche man von dem Attractionsprinzip auf Pro-bleme von einer andern Gattung gemacht hak.

Gestalt der Erde.

Unter diesen Problemen bietet sich zuerst die Fra»ge von der Gestalt der Erve dar, in so weit sie vowden Gesehen der Hydrostatik abhängt. Huygens hatte,wie schon gesagt ist, Richers Erfahrung zu Cayenne er-klärt, durch die Combination der Centtifugalkraftmit einer stets gegen den Mittelpunkt der Erde gerich-teten constanten ursprünglichen Schwere. Newtonsubstituirte für diese Schwere die aus allen be-sondern Attraktionen, welche die kleinsten Theilchender Erdkugel gegen einander ausüben, resulti-rende. Heut zu Tage bleibt keine Wahl mehr übrigunter diesen beiden Gesehen der Schwere. NewtonsPrincip ist von der Natur anerkannt. Wir wollensehen, welchen Gebrauch er davon gemacht, und welchegroße Ausdehnung man seiner Theorie gegeben hat.

Newton seht siillschweigends und ohne Beweisvoraus, daß die Erde, die ursprünglich aus einergleichartigen Flüssigkeit bestand, vermöge der gegen,seitigen Attraktion ihrer Theile und der Centtifugat-kraft, ein abgeplattetes elliptisches Sphäroid bildet. Erberechnet die Gewichte der Centralsäule des Aequa-torö und der Centralsäule des Pols. *) Don dem

*) Oder »er belven eommunikirenven Röhren, wovon dirII. -4