372 IV. Zeitraum, iz. Capitel, r. Abschnitt.
umgekehrten Verhältniß der Quadrate der Entfernun-gen anziehen, in eben der Zeit, da sie sich um eineAxe dreht, die Gestalt eines um irgend eine Größeabgeplatteten oder verlängerten elliptischen SphäroiVSangenommen hat, sie im Gleichgewichte bleiben, oderihre Figur beybehalten wird. Er begnügt sich nicht,das Gleichgewicht für die Ccntralsäulen, sowohl in derRichtung der Axen des Sphäroids, als auch in allenandern Directionen darznthun; sondern er zeigt noch,daß ein jeglicher im Innern des Sphäroids genomme-ner Punct im Gleichgewicht ist, oder in allen Artenvon Richtungen gleich gedrückt wird; welches gewis-sermaßen eine überflüssige Bestätigung abgibt. Erdehnt diesen Sah auf den Fall aus, wo die Theilchender Erde, außer ihren gegenseitigen Attracüonen undihren Centrisugalkräften, noch von der Sonne unddem Monde angezogen werden. Er gibt eine großeZahl andrer sehr merkwürdiger Theoreme über die An-Ziehungen ellipsoivischer Sphäroiden, welche zumAequator Kreise oder Ellipsen haben; und er wendetdiese ganze Theorie auf die Gestalt der Planeten undauf die Phänomene der Ebbe und Fluth an. Dievon ihm gebrauchte Beweiömethode seiner Hauptsaheist rein synthetisch, und gilt, nach dem Urtheil derGeometer, für ein Meisterwerk der Erfindung undSagacität, das allem, was Archimedes und Apollo-niuS irgend Bewundernswürdiges uns hinterlassenhaben, gleichkommt. Man sehe seinen Iromils onkckuxlons. I'om. II. cap XIV.
Wenn man diese Theorie auf den besondern Fallewschränkt, wo die Erde, ursprünglich flüssig und gleich-