Z86 IV. Zeitraum, iz. Capitel. 2 . Abschnitt.
der Erde ist; 2) die jährliche und rückläufige Bewe-gung der Knoten der Mondsbahn, deren Größe un-gefähr ly Grade jährlich beträgt; z) die Hauptglei-chung oder Ungleichheit der Bewegung der Knoten,welche auf einen Grad zo Minuten steigt; 4) dieAenderung der Neigung der Mondsbahn gegen dieEbene der Ekkliptik, welche ungefähr 8 bis y Minu-ten beträgt, bald in einer Richtung, bald in der an-dern. Alle diese Rechnungen sind auf die Hypothesegegründet, daß die Mondsbahn beynahe eine Ellipseist, deren Excentricitäten Newton sogar bey Seitesetzt. Allein diese Voraussetzung entfernt sich merklichvon der Wahrheit, und gibt nur ungefähre Resultate,womit man sich heue zu Tage nicht begnügen darf.Es gibt noch andere Ungleichheiten des Mondesmehr; von einigen unter diesen sagt Newton, er habesie nach derselben Theorie berechnet, ohne übrigensden Weg, den er befolgt hat, anzuzeigen. Derglei-chen sind die, welche von der Mittelpunctsgleichungder Sonne abhängt, und die, welche von der Entfer-nung der Sonne vom Mondsknoten abhängt. Alleinman hat Ursache zu fürchten, daß er in diesen Rech-nungen nicht mehr Genauigkeit beobachtet habe, alsin den der obigen Ungleichheiten. Endlich hat er sicheingeschränkt, bloß aus Beobachtungen die Bewe-gung des Apogeums, die beträchtliche Gleichung die-ser Bewegung, die Aenderung der Excentricirät undeinige andere Ungleichheiten herzuleiten.
Man sieht aus dieser kurzen Darstellung, daßdie Theorie des Mondes von Newton, wenn gleichimmer ein großes Werk des Genies, doch unzurei-