Band 
Zweyter Theil.
Seite
387
JPEG-Download
 

Geschichte der physischen Astronomie. 387

chend war, und daß sie nicht nur einer Vervollkomm-nung fast in allen ihren Theilen bedurfte, sondern auchnoch einer Vervollständigung in mehreren andern Hin-sichten.

Im Jahre 1747 fingen Euler, Clairaut undd'Alembert an, sich mit diesem wichtigen Problem zubeschäftigen, jeder für sich und ohne einer dem andernetwaö mitzutheilen. Die Fortschritte, welche dieÄnalyfis seit sechzig Jahren gemacht hatte, und einegrößere Genauigkeit in den astronomischen Beobach-tungen , sehten diese drey Gevmetcr in den Stand,nicht bloß mit mehrerer Genauigkeit, als es Newtonhatte leisten können, die von diesem betrachteten Un-gleichheiten zu bestimmen, sondern auch noch mehrereandere, die er nicht erwähnt oder bloß aus Beobach-tungen abgeleitet hatte, zu erkennen oder genauer fest-j" sehen.

Indessen schien anfangs die Bewegung des Apo-geums des Mondes eine Ausnahme gegen die Vor-theile zu machen, welche das Gravitationssystem inder leichten Erklärung der Ungleichheiten dieses Pla-neten gewährte. Bekanntlich ist dieser Punct dergrößten Entfernung des Mondes von der Erde nichtfest am Himmel, sondern entspricht nach einander ver-schiedenen Graden des Zodiakus, und sein Umlauf nachder Ordnung der Zeichen wird in einem Zeitraum vonungefähr 9 Jahren vollendet, wo er bennahe zu dem-selben Orte, von dem er ausging, zurückkommt. Clai-raut, Euler und d'Alembert fanden, jeder durch seinebesondern Rechnungen, daß die Formel für diese Be-

23 *