Band 
Zweyter Theil.
Seite
397
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Geschichte der physische» Astronomie. 397

daß sie behaupteten, Laß seine Auflösung des Problemsvon drey Körpern vor allen andern einen besondernVorzug hatte, wodurch sie allein auf die Bewegungder Cometcn eine leichte Anwendung gestattete.

Diese letztere Behauptung, die Clairaut soschwach war heimlich zu unterstützen, war eine empö-rende Ungerechtigkeit gegen Euler und d'Alembert.Jener im Auslande lebend ahndete sie nicht, einzig mitder Frage selbst beschäftigt, worüber er eme vortreff-liche Schrift verfaßte, die in Mitbcwerbung mit einerneuen Abhandlung von Clairaut von der PetersburgerAkademie im Jahre 1762 gekrönt ward. D'Alem-berr aber, der mitten in dcur Wirbel der Pariser Weltlebte, konnte nicht dieselbe Gleichgültigkeit bezeigen.Er bewies, daß die analytische Auflösung von Clai-rant nicht bloß kenieswegeS den ausschließlichen Vor-theil hatte, den man ihr beylegen wollte, sondern daßsie sogar unvollständig sey oder wenigstens von einersehr unbequemen und wenig genauen Anwendung in ge-wissen Theilen der Bahn des Cometcn. Erürieb seineKritik noch weiter; indem er bis auf die Principiendieser Auflösung zurückging, zeigte er darin wesentlicheFehler, selbst für die Bewegung der Planeten. End-lich behandelte er selbst das Problem der Cometcn nacheiner Methode, die sehr einfach, sehr vollständig undgegen jeden Einwurf gesichert war. Allein weil er sei-ner Neigung zu speculativen Forschungen sich zu sehrhingab, und die beschwerliche Arbeit numerischer An-wendungen scheuete, hatte er sich bey dieser Gelegen-heit , wie in mehreren andern Fällen, den Ruhm ent-reißen lassen, einen großen praktischen Nutzen der Ge-