Band 
Zweyter Theil.
Seite
398
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3yS !V. Zeitraum, iz. Capitel, r. Abschnitt.

onretric zu zeigen. Clairaut, der weniger fruchtbaran analytischen Entdeckungen, aber geschickter war,um sich der Mittel zu bemächtigen, die den BeyfalldeöPublikums, wornach er sehr geizte, erregen, rich-kete inSgemein seine Bemühungen auf Gegenstände,wovon eine große Menge Menschen, wenn auch nichtdie Theorie, doch die Resultate würdigen konnte.Er arbeitete seine Werke mit der größten Sorgfalt aus,und fast immer gab er ihnen alle die Vollkommenheit,deren sie fähig waren. Auch ward ihm, noch wäh-rend seines Lebens, der größte Ruhm zu Theil. Seinsanfter Charakter, seine Häßlichkeit und seine äußersteAufmerksamkeit, um Niemandes Eigenliebe zu belei-digen, machten ihn von allen Seiten gesucht. ZumUnglück für die Wissenschaften gab er sich zu sehr die-sen Zudringlichkeiten hin; und dadurch verwickelte ersich in eine Lebensart, die er vergebens mit seinen ge-wöhnlichen Arbeiten zu vereinbaren suchte. Seinesonst von Natur gute Gesundheit ward untergraben,und er starb in seinen besten Jahren. D'Alembert,seiner Ueberlegenheir gewiß, verschmähte die Lobeser-hebungen einer ohne eigene Einsicht nachsprechendenMenge. Als ein vortrefflicher Mensch, ein zärtlicherund theilnehmenvcr Freund, ein edelmüthiger Wohl-thäter, besaß er alle wesentlichen Tugenden. DieFehler, die man ihm vorgeworfen hat, entstanden auseiner großen Lebhaftigkeit und muthwilligen Laune, derer sich zuweilen überließ, ohne die Regeln der Mäßi-gung und Klugheit zu beobachten. Die Schmeichleroder Ueberlästigen, welche ihn belagerten, wies erdurch einen kalten Empfang ab. Ich will, sagte