Band 
Zweyter Theil.
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IV. Zeitraum, rz. Capitel. 2. Abschnitt.

guiig der physischen Ursache der Precession der Nacht-gleiche» und der Nntation der Erdaxc, nach demNewtonischen System.

Die Beobachtungen hakten gezeigt, daß die,Erdaxe eine Kreisbewegung um die Pole der Ekkliptikgegen die Ordnung der Zeichen hak, und daß sie über-dies in Beziehung auf die Ebene der Ekkliptik eineSchwankung erleidet, die wahrend eines Umlaufs der-Mondsknoten vollendet wird. Andern Theils wußteman, daß die Erdkugel keine vollkommene Kugel ist,sondern ein abgeplattetes Sphäroid bildet. Be-schreibt man nun in das Erdsphäroid eine Kugel, diezum Durchmesser sdie Umdrehungsaxe dieses Sphä-roids hak, so wird man sehen, daß wegen der gegensei-tigen Neigung der Ekkliptik und des Erdaguaiors derMond oder die Sonne auf zwey corrcspondirendePuncte der spharoidifchen Kruste, die der Ueberschußdes Erdsphäroids über die einbeschriebene Kugel ist,nicht gleiche Attracrionen äußert; woraus folgt, daßdie auS allen Attraccione» dieser beiden Gestirne resul-kirende Kraft nicht (wenn es nicht anders durch Zu-fall geschieht) durch den Mittelpunct der Schwere oderder Masse des Erdsphäroids geht, und daß sie folglichdie Erdaxe eine gewisse Bewegung in Beziehung aufdie Ebene der Ekkliptik annehmen lassen wird. DieseBewegung ist in jedem Augenblick aus der mittlernrückgängigen Bewegung der Aeguinocciaipunctc undder Schwankung der Erdaxe in Beziehung auf dieEbene der Ekkliptik zusammengesetzt. Es kam alsodarauf an, dieselbe einer strengen Rechnung, wenig-