Geschichte der physischen Astronomie. 42,
stens so weit die Unvollkommenheit der Analysis eSerlauben konnte, zu unterwerfen.
Newton*), der einige Säße als Axiome ge-brauchte, die zum Theil für sich nicht evident genugwaren, zum Theil etwas von der Wahrheit abwichen,traf jedoch eine so geschickte und glückliche Combina-tion der Kräfte, denen, wie er annahm, die Erdaxefolgen muß, daß er die mittlere Größe der Precessionder Nachtgleichcn ungefähr zu 50 Secunden jährlichfand, wie sie die Beobachtungen ergeben. Allein1749 , als d' Alembert **) dieses Problem durch be-wiesene und nicht hypothetische Methoden angriff,konnte man sich um so weniger mit Newtons Auflösungbegnügen, als derselbe außer den bemerkten Fehlerndie Mutation der Erdaxe nicht gekannt, oder wenig-stens der Rechnung nicht unterworfen hatte. D' Akem-bett leistete also Der physischen Astronomie und demNcwtonischen System einen höchst wichtigen Dienst,indem er nach den Gesetzen einer strengen und tiefsin-nigen Mechanik alle Kräfte, welche den ParalleliSmusder Erdaxe ändern, und dieser Axe die beiden erwähn-ten Arten der Bewegung eindrücken, nämlich die derrückgängigen Kreisbewegung um die Pole der Eklip-tik und die der Schwankung in Beziehung auf dieEbene der Ekliptik, bestimmte. Die Resultate die-ser Formeln stimmen mit Bradley'6 Beobachtungen
*) Princip, msili. 11b. lll xrop. zp.
**) Itsciisrckos tvr Is krocetUon sss ÜHuinoxe« , «ttur Is 1 ys tk n IL äLÜK ts
toiiieri. ?Lr. 1749,
n.
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