Band 
Zweyter Theil.
Seite
427
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?cbcn lind Werke.

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Der dreyßigjährige Krieg verheerte damals ganzEuropa. Gleichwohl begannen mitten unter so vielenUnfällen die Dichtkunst und die Beredsamkeit, dieschon seit länger als einem Jahrhundert in Italienblühten, einigen Glanz über Frankreich und Englandzu verbreiten; die Mathematik lind Physik gingenaus der Finsterniß hervor; die gesunde Philosophieoder vielmehr die wahre Methode zu philosvphirendrang in die Schulen ein; und die Revolution, welcheGalilei und Descartes vorbereitet hatten, ward schnellvollendet. Durch diese allgemeine Bewegung hinge-rissen, ward Etienne Pascal Geometer und Physiker.Durch Uebereinstimmung des Geschmacks und der Be-schäftigungen verband er sich mit dem P. Mersennus,Roberval, Careavi, le Pailleur, re. Diese gelehrtenMänner versammelten sich von Zeit zu Zeit bey ein-ander, um über die Gegenstände ihrer Arbeiten oderüber mancherley Streitfragen, welche der Zufall oderdie Hitze des Disputirens erzeugen konnten, sich zubesprechen. Sie unterhielten einen regelmäßigen Brief-wechsel mit andern in den Provinzen und im Auslandelebenden Gelehrten. Dadurch waren sie von allenden Entdeckungen, die in der Mathematik und Physikgemacht wurden, sehr schnell unterrichtet. Diese klei-ne Gesellschaft bildete eine Art von Akademie, wovonFreundschaft und Zutrauen die Seele waren, ohnealle Gesetze und ohne allen Zwang. Sie war der ersteAnfang der Akademie der Wissenschaften, die erst imJahre 1666 unter königlicher Autorität errichtetward.

Der junge Blaise Pascal war zuweilen bey den