Band 
Zweyter Theil.
Seite
429
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Lebe» >md Werke.

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man ihm so gehemuüßvoll verbirgt, und die man ausVerachtung gegen sei» Alter für ihn zu hoch hält.Während seiner Erholungösiunden schloß er sich al-lein in eine abgelegene Kammer ein. Dort zeichneteer mit einer Kohle auf den Fußboden Dreyecke, Parat-lelogramme, Kreise, w. ohne die Namen dieser Figu-ren zu wissen; hernach untersuchte er die Lagen der Li-nien gegen einander, wenn sie zusammenstoßen; erverglich die Ausdehnungen der Figuren, re. SeineSchlüsse gründeten sich auf Definitionen und Axiome,die er sich selbst gemacht hatte. Nach und nach kamer dahin, zu entdecken, daß die Summe der drey Win-kel eines jeden Dreyecks durch einen Halbkreis gemes-sen werden, d. h. der Summe zweyer rechten Winkelgleich seyn muß; welches der zwey und dreyßigste Sahdes 1. Buchs des Euklids ist. Bey diesem Theoremwar er, alch er von seinem Vater überfallen ward, der,nachdem er den Gegenstand, den Fortgang und dasResultat seiner Forschungen erfahren hatte, einige Zeitvor Bewunderung und Rührung stumm und unbe-weglich blieb; alsdann ganz außer sich zu seinem ver-traute» Freunde, le Pailleur, eilte, um ihm, waS ergesehen hatte, zu erzählen.

Ich darf nicht verhehlen, daß man über diesenZug auS PaScals Leben ein nachtheiliges Licht verbrei-tet hat. Einige haben ihn als fabelhaft und unmög-lich geleugnet, andere haben ihn zugestanden, ohneübrigens etwas außerordentliches darin zu finden. Al-lein geht man ohne Vorurtheil in die Untersuchungein, so wird man sehen, daß Las Factum auf Zeug-Nisse sich siükk, die eS nicht in Zweifel ziehen lassen;