Band 
Zweyter Theil.
Seite
431
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Leben und Werke.

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gen der Renten des Hotel-de-Ville zu Paris einigeAbzüge. Dieses Mittel, den Staat von einer Schul-denlast zu befreyen, ist bekanntlich eines der leichte-sten, das man anwenden kann; es erregte aber da-mals unter den Renrenirern ein etwas lebhaftes Mur-ren, und veranlaßte sogar Versammlungen, die manals aufrührerisch behandelte. Etienne Pascal wardals einer der vornehmsten Anstifter derselben angege-ben. Diese ungerechte Beschuldigung konnte einigenSchatten von Wahrscheinlichkeit haben, weil er beyseiner Ankunft in Paris den größten Theil seines Ver-mögens im Hotel-de-Ville belegt hatte. Alsbaldließ ein furchtbarer Minister, dessen Despotismusdurch den geringsten Widerstand in Wildheit ausarte-te, einen Befehl ausfertigen, Etienne Pascal inVerhaft zu nehmen und in die Vastille zu sehen. Al-lein dieser, durch einen Freund zeitig davon benachrich-tigt, hielt sich anfangs verborgen und begab sich nach-dem heimlich nach Auvergne.

Man stelle sich den Schmerz seiner Kinder vor,und den er selbst darüber empfand, daß er sie in ei-nem Alter zu verlassen genöthigt war, wo sie seinerväterlichen Wachsamkeit am meisten bedurften! Wennmachthabcnde Menschen, die ohne Untersuchung undohne Beweise sich solche Gewaltthätigkeiten erlauben,ein den Gewissensbissen noch, zugängliches Herz be-wahren, so müssen sie zuweilen sehr unglücklich seyn.

Das Werk der Verläumdung war nicht von lan-ger Dauer; und man kann hier die seltsame Verket-tung menschlicher Schicksale bemerken. Da der Car-dinal de Richelieu den Einfall bekommen hatte, die