Band 
Zweyter Theil.
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Ueber Pascal«

daß kein einziger dieser Versuche das System des Ab-scheues vor dem Leeren geradezu umstürzte. Unterneue» Anstrengungen gerieth er endlich auf den Ge-danken zu einem Versuche, der die Streitfrage ohneEinschränkung auf eine unzweydeutige und durchausunividersprechUche Weise entscheiden müßte. Dahinführte ihn folgendes Räsonncment:

Wenn die Schwere der Luft die Ursache ist, welchedaS Quecksilber in der Torriceliischen Röhre erhält, somuß das Quecksilber mehr oder weniger steigen, jenachdem die Luftsäule, welche auf die Oberstäche desGefäßes drückt, mehr oder weniger hoch, daß heißt,mehr oder weniger schwer ist; hat hingegen dieSchwere der Luft hier gar keine Wirkung, so muß dieHöhe der Quecksilbersäule beständig dieselbe seyn, wieauch die Höhe der Luftsäule seyn mag. Pascal war,gegen die Meynung der Gelehrten der damaligen Zeit,überzeugt, daß man Unterschiede in den Höhen derQuecksilbersäule finden würde, wenn man die Rohrein ungleiche» Höhen in Beziehung auf einerley Niveaunach einander ausstellte. Damit aber diese Unterschiedemerklich würden, und keinen Vorwand, um ihreWirklichkeit zu leugnen, übrig ließen, mußte man denStand der Säule in Orten, die um eine beträchtlicheGröße einer über dem andern erhaben waren, unter-suchen können. Der Berg Puy-de-Dome, in derNähe von Clermont, der ungefähr fünfhundert Toisenhoch ist, bot dazu das Mittel dar Pascal theilte den15. November 1647 den Vorschlag zu diesem Versuchseinem Schwager, Perier, der damals zu Moulinswar, mit, und trug ihm zugleich auf, so bald er zu