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Compendium der höhern Mathematik / von Adam Burg
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23
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Drittes Capitel.

Giundformeln zur Auflösung der geradlinigen_ Dreiecke.

§ 4t. Bezeichnet man in einem beliebigen geradl.Dreiecke ABC (Fig. 5) die Winkel durch A, B, C , diesig. 5 .gegenüberliegenden Seiten beziehungsweise durch a , b , c,und fällt aus einem der Winkelpuncte, z. B. C, auf die ge-genüberstehende Seite das Perpendikel CD ; so ist, wennman sich aus A mit dem Halbmesser AC = b den Kreis-bogen beschrieben denkt, CD der Sinus des W. A für denHalbm. b, und man hat, wenn, wie bisher, sinA den Si-nus dieses W. A für den Halbm. = i bezeichnet (§ 3o):CDs=J sin A. Eben so ist, wenn der Kreisbogen aus J5,mit dem Halbm. B C = a beschrieben gedacht wird, imFalle das Perpendikel (Fig. 5) CD in das Dreieck fällt:

CD = a sinB,

und wenn das Perpendikel (Fig.5') aufserhalb desselbenfällt: CD asina oder wegen sin a = sin (180 B)=sinB(§. i3) ebenfalls CD = a sinB. Man hat also

b sin A = a sin B oder a : b sin A : sin B.

§ 42. Da es ganz gleichgiltig ist, von welchemWinkelpuncte das Perpendikel auf die gegenüberliegendeSeite gefällt wird, so hat man eben so gut (was gleichfallsaus der vorigen Proport, durch blofse Vertauschung derBuchstaben folgt) auch

a : c = sin A : sin C und b : c = sin B : sin C,oder allgemein

a : b : c sin A : sin B : sin C,wodurch der erste und wichtigste Satz des geradl. Drei-eckes ausgedrückt wird.

§. 43. Aus der vorigen Proportion a:b sinA:sinBfolgt auch a|fl- b : a- b sin A -}- sin B : sin A sin B, oder