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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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Einleitung.

Gewicht, Ausdehnung durch Warme, Elasticität deS Dampfes, Kry-ftallform, sind Functionen der Bestandtheile. Diese liegen theils gleich-gültig neben einander, theils werden sie durch eine Cohäsionskraftverbunden. In dem ersten Falle, der bei den Gasen eintritt, brauchtman das Gemisch, um es zu trennen, nur auS einer Oeffnung strö-men zu lassen. Da die beiden Gase, wenn sie, ein jedes allein, indem Gesäße wären, mit wachsender Schnelligkeit herausströmen wür-den, so trennt sich das Gemisch zum Theile auch. (Siehe Elasticitätder Gase, Diffusion und Dalto lisch es Gesetz.)

Den Verbindungen flüssiger Körper, oder den Auflösungen,kann man zwar, da sie durch Cohäsionskräfte mit einander verbun-den sind, auf diese Weise eine verschiedene Bewegung nicht mit-theilen; läßt man aber Ursachen darauf einwirken, welche in andrenFällen niemals eine chemische Wirkung hervorbringen, indem mandie Flüssigkeit zum Verdampfen, oder zum Erstarren bringt, oder läßtsie durch sehr enge Oeffnungcn gehen (Siehe Cohärenz derFlüssigen, Diffusion), so trennen sich die beiden Bestandtheileebenfalls.

Bei den festen Körpern finden sich diese physischen Verbindun-gen in den isomorphen Krystallen vor; eine Trennung ist jedoch beider Natur der festen Körper unmöglich. (Siehe Krystallisation,Jsom orphie).

Alle diese Verbindungen sind in einer unendlichen Anzahl vonVerhältnissen möglich, indem ein Theil des einen Körpers jedeQuantität des andern zwischen m und u Theilen, ja zuweilen zwi-schen 0 und « aufnehmen kann.

§. 16. Bei den chemischen Verbindungen dagegen ist einganz neuer Körper entstanden, der nur auf chemischem Wege zer-legt werden kann, und in seinen Eigenschaften, z. B. der Schmelz-barkcit, der Verdampfung, an seine Bestandtheile oft nur wenig er-innert. Diese Verbindungen sind, selbst wenn ihrer mehrere zwi-schen zwei Körpern vorhanden sein sollten, nur in einzelnen bestimm-ten Verhältnissen möglich.

§. 17. Die mechanischen Verbindungen sind also nurdurch mechanische Kräfte von einander zu trennen, die physischendurch physische, die chemischen durch chemische Kräfte. Der me-chanischen Verbindung sind alle Körper fähig. Ihre Bestand-theile trennen sich um so leichter, je gröber sie sind und je