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Elasticität der Gase.
1) Indem in allen Schichten das Verhältniß von Sauerstoffund Stickstoff gleichförmig ist;
2) indem man die Atmosphäre als die Summe zweier Atmo-sphären ansieht, von denen die eine bloß aus Stickstoff, die anderebloß aus Sauerstoff besteht.
§. 20. Die zweite Ansicht wird von Daltou selbst und denAnhängern sowohl als den Gegnern seiner Lehre für eine nothwen-dige Folge derselben gehalten. Ich will sie zuerst entwickeln.
Die beiden Hanptbestandtheile der Luft haben sich unabhängigvon einander in Gleichgewicht gesetzt; die Dichtigkeit der Sauer-stoffschichten z. B. hängt nur von dem darauf gelagerten Sauer-stoffe ab. Unter dieser Voraussetzung habe ich nach den bestenvorhandenen Beobachtungen folgende Tabelle berechnet. Es ist da-bei angenommen, daß die Atmosphäre blos aus Sauerstoff undStickstoff besteht;
daß die Dichtigkeit der atmosphärischen Luft gegen Wasser bei0° v. — 0,0012991 ist;
des Quecksilbers gegen Wasseru:
13,59.
des Sauerstoffes gegen Luft —
1,1026.
des Stickstoffes - -
0,9760.
also die Logarithmen der Dichtigkeit gegen Quecksilber,
in der atmosphärischen Luft tu
1,019578
im Sauerstoffe
1,030128
im Stickstoffe
3,977160
In der Gleichung b tu Imx.
für 0" 0. und 45" der
i>i
Breite zwischen denVarometerhöhen auf beiden Stationen (bündln)und der verticalcn Höhe in Metern (b), ist der Werth von al,nach allen Reductioncn
für atmosphärische Luft 18358,7Sauerstoffgas 16616,6
Stickstoffgas 18811,1
Der Coefficicnt von Ramond ist 18336 Meter. Der Unter-schied rührt zum Theil von einer Correction her, die in NamondsCoefficienten fehle, in dem meinigcn aber aufgenommen ist. Uebrigenssind die Bedingungen, nach welchen Namond seinen Coefficienten be-rechnet hat, so verschieden von den unsrigen, daß auch ein große-