Hauptsätze.
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halb dieser Grenze, und lassen sich Häher auch ohne Kenntniß derFunktion bestimmen. Den Gang der Rechnung mitzutheilen, liegt! nicht in dem Plane meines Werkes. Ich werde nur einige für die^ Erscheinungen wichtige Resultate anfuhren.
! §. 16. Eine flüssige Masse berührt die angrenzenden Körper
! immer in einer Flache. Denkt man sich nun zwei Linien, die sichin einem Punkte dcSUmfangs der gemeinschaftlichen Oberfläche treffen,pcrpcndicnlär auf die Tangente desselben stehen und die beiden freien! Oberflächen berühren, so ist der Winkel, den sie mit einan-der machen, unter allen Umständen, wo zwei Körpervon derselben Beschaffenheit sich treffen, constant.
! Dieser Winkel sei rv.
^ uu und bl, zwei Größen, von denen die erste bloß von derj Anziehung der flüssigen Körper gegen einander, die zweite von derj Anziehung der flüssigen gegen die festen abhängt, so istdllu. Verv b:u.
Man nimmt gewöhnlich an, daß b eben so von der Cohärcnz
> der heterogenen Theile abhänge, wie u von der Cohärenz der ho-mogenen. Jedoch ist dieses nicht nothwendig.
§. 17. Alle Aufgaben, welche bei dem Gleichgewichte einesflüssigen Körpers vorkommen, können, sobald rv bekannt ist, demCalcnl unterworfen werden. Indessen verstatten die mathematischenSchwierigkeiten in der Regel nur eine annähernde Auflösung. Die
> vornehmsten unter den berechneten Fällen sind folgende:
! 1. Die Gestalt der freien Oberfläche des Flüssigen in Röh-
! rcn, an Scheiben, als hängende und liegende Tropfen, sie mögeni von Luft oder einer andren Flüssigkeit umgeben sein. Die Art, wie^ sich das Flüssige an einen schwimmenden festen Körper lagert.
S. Der Unterschied zwischen dem allgemeinen Niveau desFlüssigen, welches bloß den Gesetzen der Schwere folgt, und seinemNiveau, wenn es in engen Räumen eingeschlossen ist. Diese Dlffe-i renz ist abhängig von der Gestalt der Linie an der Grenze! der gemeinschaftlichen Oberfläche des flüssigen Körpers und des Ge-. fäßes, und bei prismatischen Röhren dieser Linie beinahe direct und! der Basisfläche umgekehrt proportional, also in Röhren, deren Ba-^ sis einander ähnlich sind, z. B. bei quadratischen, bei kreis-^ förmigen, den Dimensionen derselben fast umgekehrt propor-! tional. Zwischen zwei einander sehr nahe und parallel gestell-