Synaphie, Beobachtungen. 77
für sehr genau hätten. Ich habe sie unter der Voraussetzung be-rechnet, daß Wasser — 15,0 Millimeter ist.
Die Temperatur war immer ungefähr 26" 6.
Stoff.
Spec.Gew.
Y.
Milliontel
M.
Atmosph.
Capillar.
v.
Picamar
1,100
433
398
8,4
Kreosot
037
402
388
8,0
Kapnomor
0,977
327
355
6,7
Eupion, unrein
740
311
420
9,4
Eupion, rein
655
221
338
S,7
§. 39. Die genauesten Beobachtungen über die Synaphieverdanken wir Gaylussac. Er bediente sich gewöhnlich der Haar-röhren, zuweilen auch der Adhäsionsplatten. Mit beiden Metho-den erlangte er übereinstimmende Resultate. Es ist nur zu be-dauern, daß ihrer so wenige sind. Vermuthlich hat ihn die Schwie-rigkeit bei Körpern von großem specifischen Gewichte und geringerCapillarität genaue Resultate zu erlangen, zurückgehalten, mit seinemvortrefflichen Apparate mehrere Stoffe zu untersuchen. Seine Ar-beiten stehen in dem Supplemente zu Laplacc's Theorie der Ca-pillarität und in Poisson's Neuer Theorie x. 293.
Laplace theilt in seiner Theorie der Capillarität auch einigeBeobachtungen von Hauy und Tremery über Wasser, Weingeistund Baumöl in Haarröhrchen mit. Sie weichen aber so sehr vonden genauen Versuchen Gaylussac's ab, daß man vermuthet hat,Hauy habe seine Röhren nicht benetzt. Aber dann konnten die ver-schiedenen Apparate nicht so übereinstimmende Resultate gegebenhaben. Hauy hat französische Linien mit den damals erst einge-führten Millimetern verwechselt. Redueirt man unter diesen Vor-aussetzungen seine Angaben beim Wasser und Weingeist, so stim-men sie sehr gut mit denen von Gaylussac. Auf diese Weise istder Werth des Baumöls in der Tabelle berechnet.
Stoff.
Temperet. I Spec.Gew I Mellimcter
6. I y. I lVI.
Atmosph.
Capillarit»
v.
Wasser
11°
8°, 5
1,000
531,6
533,4
531,6
533,4
15,03
15,13
Salpetersäure
„
1,369
570,8
426,6
9,24