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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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Cohärenz der Flüssigen, Gleichgewicht.

Lust- und Dampfblasen zuweilen einen scheinbar conftant bleiben-den, zu hohen Stand hervor. Die Aenderung, welche die Tempe-ratur in der Weite der Röhre hervorbringt, hat die Tendenz dieHöhe der Säule zu vermindren und kann entweder corrigirt, oder,da sie für 100° nur etwa 0,001 des Ganzen beträgt, vernachläs-siget werden.

§. 45. Schon die beiden in der Tabelle mitgetheilten Beob-achtungen über Wasser zeigen, daß in höhern Temperaturen eineAbnahme im Capillarstande statt findet, die hier auf 16,5 Grade0,046, oder auf 100°, wenn er gleichmäßig fortschreitet, 0,279des Ganzen beträgt. Nach unmittelbaren Beobachtungen bei etwa100° ist jedoch der Verlust bedeutend kleiner und v scheint nicht weitvon 14 Millimetern entfernt zu sein.

Aehnliches habe ich am Weingeiste beobachtet. Es ergab sichin einer Röhre der Werth von v bei einem specifischen Gewichtevon 0,857

für L0° 26° 35° 55° 69°

6,06 6,02 5,94 5,74 5,66.

Für eine andere Verbindung von höherem specifischen Ge-wichte

bei 19° 50° 62°,5

6,67 6,47 6,43.

Diese Zahlen sind keineswegs absolut genau, aber ich glaubeaus einigen andren Versuchen schließen zu können, daß die Abnah-me von ihnen eher zu groß als zu klein angegeben wird, und daßsie beim Weingeist sogar relativ kleiner ist als beim Wasser.

Beim Sieden, wo die Temperatur der Röhre und der Säule Wassersin ihr ebenfalls 100° nahe steht, ist v nur wenig kleiner, als bei20°. Eine Meinung, die sogar in unseren Tage» zuweilen wie-derholt wird, daß die Cohärenz der siedenden Flüssigkeiten 7^: 0sei, ist daher, wie zu erwarten war, gänzlich ohne Grund.

Die Veränderungen von l>l:<i sind nur halb so groß, als dievon v, und die Gewichts-Synaphie M, obgleich vergrößert durchdie Ausdehnung der Flüssigkeiten durch Wärme, wird auch nichtstärker vermindert als v. Die Variationen der Synaphie, vonwelchem Standpunkte man sie auch betrachten mag, sind daher vonderselben Ordnung, wie die des specifischen Gewichtes, und können,wo diese vernachlässiget werden, ebenfalls unbeachtet bleiben.