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Cohärenz der Flüssigen, Gleichgewicht.
Gesichtspunkten ordnen, nach lVl oder nach IVl: 9. Die Capillari-tät giebt dieselbe Reihe, wie lVl:xi.
Nach ihrer specifischen Synaphie geordnet, zerfallen alle beob-achteten Flüssigkeiten in zwei Hauptklaffen und eine Zwischenklasse.Die erste Hauptklasse enthält bloß das Wasser, die zweite sämmt-liche wasserfreie Flüssigkeiten. Sie sind streng von einander geschie-den. Die Höhe der flüssigen Säule in einer Haarröhre von 1 Millim.Radius ist beim Wasser ungefähr 15,0, bei den wasserfreien Körpernerreicht sie in meinen Versuchen niemals die Hälfte der Höhe; undich habe ihrer sehr verschiedenartige beobachtet. Die Zwischenklasseenthält die wässrigen Auflösungen. Ihre specifische Synapbie stehtzwischen denen der Hauptklassen und ist um so größer, je wasser-reicher sie sind.
Gegen diesen Gegensatz von Wasser und Wassermangel ver-schwinden alle andren Unterschiede zwischen den Flüssigkeiten. Imspecifischen Gewichte stehen die wasserfreien Körper zwischen 2,20und 0,65, ohne daß ül:(> sehr verschieden wäre. Selbst dasQuecksilber, ungeachtet seines Gewichtes von 13,6, steht ihnen nah.Auch chemisch sind diese Körper sehr ungleich; es finden sich unterihnen Ocle, Aether, aber auch Salze, Säuren und Kali, ohne daßman einen Unterschied in der Synaphie wahrnehmen könnte. Beiden wässrigen Auflösungen ist der Wassergehalt entscheidend undalle andren Eigenschaften stehen dagegen zurück. Zucker verhält sichwie ein Salz, und diese, sie mögen metallische Basen oder Säurenhaben oder nicht, fast wie Säuren und Alkalien von gleichem Gewichte,d. h. hier von beinahe gleichem Wassergehalte. Bei verschiedenen Auflö-sungen eines Körpers in Wasser nimmt die Synaphie mit der Con«centration so regelmäßig zu, daß
M: 9 — ^ (9 — 1).
wo -4. eine von der Natur des festen Bestandtheils abhängige Con-stantc ist, die Beobachtungen sehr genau wiedergiebt. Die Ueber-einstimmung würde noch vollständiger sein und die Constante selbstvon der Beschaffenheit der festen Körper fast unabhängig, wennman an die Stelle des specifischen Gewichtes die Wassermenge ineinem Volumen der Flüssigkeit in das zweite Glied der Gleichungsetzte. Nur beim Weingeist und bei der Essigsäure weichen meineBeobachtungen von dieser Regel bedeutend ab, ein Beweis, daß sieauch für die übrigen Flüssigkeiten keine vollständige Gültigkeit haben