Synaphie, Tropfen.
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der Krümmung des Tropfens, der sich an der untern Fläche bildet,findet ein gewisses Gleichgewicht statt, daS unabhängig ist von derWeite des Gefäßes und selbst von dem Calibcr der Rohre. Auchdie Anzahl dieser Rohren ist ohne Einfluß; sie kann sogar so großsein, daß die Summe ihrer innern Querschnitte dem QuerschnittebeS Gefäßes wenig nachsteht.
Wenn die Haarröhren in großer Anzahl sind, und nicht iso-lirt aus dem Boden hervorrage», sondern sich in eine Fläche en-digen, die benetzbar ist, so vereinigen sich die Tropfen und fallenab. Daher wird daS Wasser nicht zurückgehalten von porosemGyps, organischen Häuten u. dergl., obgleich die einzelnen Kanäleeng genug sind, um einer hohen Wassersäule den Ausgang zu ver-wehren. Nicht benetzbare Flächen dagegen halten das Wasser selbstunter beträchtlichem Drucke zurück. So begießen die Matrosen ihrefettigen Segel mit Wasser und schließen dadurch die Maschen sofest, daß selbst eine stark bewegte Luft die Tropfen nicht verdrän-gen kann.
Tropfen.
§. 56. Wasser, welches der untern Fläche eines benetz-baren Körpers zufließt, sammelt sich in Tropfen, deren Gestaltziemlich verwickelt ist, aber wenn die Oberfläche selbst eben odersphärisch ist, sie in einem Kreise berührt und durch Drehung einerCurve um eine auf der Fläche senkrecht stehende Linie erzeugt ist.So lange das Gewicht des Tropfens eine gewisse Grenze nichtüberschreitet, bleibt er hängen; bei einer Große aber, welche vonder Beschaffenheit des Flüssigen und der Gestalt des festen Kör-pers, so weit ihn der Tropfen berührt, abhängt, fällt er ab. DieBeschaffenheit des festen Körpers ist, wenn er nur benetzt ist, wiebei allen Erscheinungen der Synaphie ohne Einfluß, auch fällt derTropfen niemals ganz ab, sondern es bleibt noch eine Schicht vonmerklicher Dicke zurück. Wenn die Gestalt der Fläche eben oderein Kugelstück von bekanntem Halbmesser ist, so muß die Größe desTropfens von der Synaphie der Flüssigkeit abhängen und aus ihrberechnet werden können.
§. 57. Zuerst hat sich Segner (Oomm. klotliux. 1752. I.p. 301.) mit der Größe der Tropfen mathematisch beschäftigt, spä-ter haben Joung, Laplace und Poisson in ihren oben angeführten