Benetzte Körper, Halbflüssiges.
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und der Kugel verhalten sich wie 1:28V. Die Wände dieser Ku-geln sind aber nach Newtons optischen Beobachtungen an einigenStellen nur 10—20 Milliontel Millimeter dick.
Diese Dicke scheint nicht von der Größe des Tropfens undder Blase, sondern bloß von der Beschaffenheit der festen Theileund ihrer Menge im Verhältniß zur Flüssigkeit abhängig zu sein.Ist diese zu groß, so kann sich die Haut nicht so leicht verdünnen;ist sie zu klein, so werden die Intervalle zwischen zwei benachbartenfesten Theilen nicht groß genug. Ein gewisses mittleres Verhältnißder festen und flüssigen Theile ist für die Feinheit der Blase amgünstigsten. Leidcnfrost empfiehlt einen Theil Seife auf acht TheileWasser; das beste Verhältniß ist jedoch! unstreitig von der Be-schaffenheit der Seife und von der Temperatur abhängig. Denn nurdie iu dem Wasser suspcndirten, nicht die aufgelösten Theile machendie Entstehung von Blasen möglich. Von der im Wasser fast un-löslichen Gallertsäure reicht schon Vauo hin, um dem Wasser Gal-lert-Consistenz zu geben.
Pfaff in Erlangen (Münchner Denkschriften 1829 — 30.x. 77.) hat die Haut beobachtet, welche sich in wasserdichten Gefä-ßen beim Schütteln von Scifenwasser bildet. Da sie nicht ver-dampfen kann, so hält sie sich sehr lange. In der Kälte krystalli-sirt ein Theil des Wassers aus; das übrige bleibt mit dem festenTheile der Seife als eine Haut zurück, die so dünn geworden ist,daß sie das Licht nicht mehr reflectirt. Achnliche Beobachtungenhatte bereits Wilke ckourn. cks 1773. 1. p. 106. und
Fusinieri Lruxnut. l-iorn. 1821. gemacht. Der letzte sah einin einen Draht gespanntes Blättchen von Seifenschaum noch bei 6c>unter 0 ungefrorcn.
Wenn man eine Seifenblase frei, an der Röhre, aus der siegebildet ist, hängen, oder auf der Oberfläche von Wasser schwim-men läßt, so daß die Luft aus dem Innern nicht entweichen kann,so fließt das Wasser nach unten hin ab, und die obern Theile werden im-mer dünner. Sticht man mit einer Nadel in einen noch dickenTheil, so verschließt sich die Oeffnung sogleich von selbst-, durch-sticht man aber einen sehr dünnen Theil, so zerspringt die Blasemit großer Heftigkeit. In dieser Beziehung, wie in ihrer Reactiongegen ihre Form ändernde, änßere Kräfte, hat die Seifenblase vielAchnlichkeit mit einer dünnen Blase von Kautschuck.