PrvSaphie und Verletzung.
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aber auch diese sieht man als scharf begrenzte, nur etwasflache Tropfen. Daß nur wenige Flüssigkeiten in einer Haar-röhre ohne vorhergehende Verletzung ihren Normalstand erreichen,habe ich bereits oben erwähnt. Es hat sogar den Anschein, als wennviele Flüssigkeiten in einer zwiefachen Lage im Gleichgewichte verhar-ren könnten,: erstlich bei derjenigen, welche ihrer Synaphie zukommt;und wobei die Röhre in der Nähe der obern Wölbung, wo die bei-den'Oberflächcn des Flüssigen und Festen sich berühren, vollkommen be-netzt ist, und zweitens bei einer weit niedrigern Stellung, die aberauch noch höher liegt, als das Niveau, und wo die beiden Oberflächeneinen spitzen von 0° mehr oder weniger entfernten Winkel mit ein-ander machen.
§. 92. Vielleicht benetzt keine Flüssigkeit einen andren festenoder flüssigen Körper vollständig ohne fremde Hülfe. Die Pros-aphie kommt vielleicht nirgends der Synaphie gleich. Das Wasserz. B. kann man auf fettigen Körpern oder auf Metallen, an denendie Politur eine Oelschicht zurückgelassen hat, nur mit Mühe ineiner dünnen Lage verbreiten, es sammelt sich immer wieder in ein-zelnen Tropfen. Bei andren Körpern scheint zwar die Verletzungdem Auge gleichförmig zu sein, aber mit der Lupe oder dem Mikro-skop sind die einzelnen Tropfen ebenfalls zu unterscheiden. DieWasserschicht muß, um eine horizontale Fläche reinen Metallesganz zu überziehen, eine gewisse Dicke haben und wenn sie durchVerdampfung vermindert ist, so zieht sich das früher in einer Schichtverbreitete Wasser zu einzelnen Tropfen zusammen, oder wird durcheinen andren Körper von stärkerer Prosaphie abgezogen, ohne eine Spurzurückzulassen. So nur lassen sich die so häufig eintretenden retrogradenBewegungen erklären, welche die Flüssigkeiten in Haarröhrchen annehmen,bald nachdem sie ihren Normalstand erreicht haben. Indessen woder Winkel rv von 18t>o nur wenig abweicht, sind die Erscheinun-gen von denen einer vollständigen Benützung wenig verschieden, undein Tropfen breitet sich so aus, daß er die Oberfläche der zu un-sern Experimenten dienenden Gefäße ganz bedeckt.
Andrerseits scheinen alle festen Körper, welche mit einer Flüs-sigkeit einen größcrn Winkel als 9(>o machen, oder als Haarröhrensie über dem Niveau erhalten, einer Benctznng fähig zu sei». We-nigstens konnte, wo der Winkel kleiner war, eine Benetzuug nie-mals hervorgebracht werden.