Eohärenz der Flüssigen, Gleichgewicht.
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?. 93. Der wichtige der bisher herrschenden Ansicht wider-sprechende Satz, daß der Winkel rv niemals 7^7 180" ist, die Anzie-hung zwischen heterogenen Körpern derjenigen zwi-schen homogenen niemals gleich komme, ist also zwar nochnicht für ganz erwiesen, aber doch für wahrscheinlich zn halten.
Schwimmen eines Körpers auf einer leichteren Flüssigkeit.
§. 94. Wie Waffertropfen sich der Schwere entgegen aufGlas und Quecksilber erhalten können, ohne sich darauf zu verbrei-ten, so schwimmen zuweilen feste Körper aus flüssigen von kleineremspecifischem Gewichte. Benetzt sinken sie sogleich unter, unbenetztwerden sie durch die Synaphie der Wasserthcile und ihre Prosaphiegegen den fremden Körper auf der Oberfläche erhalten. Der Ver-such gelingt am sichersten, wenn man das Wasser mit einer Aether-oder Oclschicht bedeckt. Der stark netzende Ueberzug, den die fe-sten Körper erlangen, indem sie durch die obere Schicht fallen,schützt sie vor der Benetzung des Wassers, auf dessen Oberfläche sieliegen bleiben. Allein auch ohne dieses Hülfsmittel habe ich Schwe-fel, GlaS, Erden, Metalldrähte, selbst Qnecksilberkügelchen auf demWasser, Platin auf dem Quecksilber schwimmend erhalten. DaSPlatin unterzutauchen, kostet sogar einige Gewalt. Je stärker dirSynaphie der Flüssigkeit ist, desto leichter können die Körper zumSchwimmen gebracht werden, daher auf Wasser viel leichter als aufWeingeist und Oelen. Auch scheint die höhere Temperatur dasSchwimmen zu erschweren. Aräometer von gefirnißtem Metallsinken, wenn sie unbenetzt sind, nicht auf den Standpunct hinab,den das hydrostatische Gleichgewicht verlangt, und haben dadurchschon manchen Irrthum in der Bestimmung der specifischen Ge-wichte .veranlaßt. Die Prosaphie hält auch hier einem oft bedeutendenDrucke das Gleichgewicht.
Die Metallstücke, die Ouecksilbertröpfchen, die Harzthcile, dieauf dem Wasser schwimmen, ziehen einander an, nähern sich derWand des Gefäßes nicht und entfernen sich rasch von Erhöhungen,welche man mit einem benetzten Stifte im Wasser hervorbringt,und von den meisten durch ihre Leichtigkeit schwimmenden Kör-pern. Alles dieses spricht für einen spitzen Berührungswinkel zwi-schen Wasser und den durch die Prosaphie schwimmenden Körpern;auch die Beobachtung scheint dafür zu sprechen, und nach dieser