122 Cohärenz der Flüssigen, Gleichgewicht.
stetig berühren, und berief sich dabei auf die Theilbarkeit der Kry-stalle. Diese Hypothese hat jedoch die Frage über den Unterschiedvon Festem und Flüssigem nicht beantwortet, sondern nur in einandres, noch dunkleres Gebiet hinübergeführt. Eine besondre Wi-derlegung ist unnöthig, da sie aus dem Gange unsrer Untersuchungvon selbst hervorgeht.
§. 97. Die Literatur über das Schwimmen schwerer Körperauf Wasser ist:
Petit lVlem. äo I'Xerul. 1724. p. 134.
Gerdil spricht vom Schwimmen der Quecksilbertropfen (Siehe
§. 10 .).
Rnmfo rd Gilb. Annal. 1807. XXV. p. 121 hat die bestenVersuche über dieses Schwimmen, und erklärt sie durch eine Haut.
Link Gilb. Annal. 1814. Xl.Vtl. p. 13 stellt einige neueVersuche an und führt Rumfords Theorie weiter aus.
Precht! Gehlen Journ. Vll. x. 448 stimmt Rumfords undLinks Ansicht bei.
Einfluß der Temperatur auf die Prosaphie.
§. V8. In gewöhnlicher Temperatur machen die Flüssigkeitenin der Nähe des Bcrührungsortes mit den festen Körpern in derRegel einen stumpfen Winkel. In höheren Temperaturen findensich die spitzen Winkel öfter vor.
Daß die Prosaphie in höhern Temperaturen kleiner ist, wie inniedern, ergicbt sich theils durch die Analogie mit der Synaphie,theils durch mehrere Erscheinungen. Ein Tropfen Oel, Alkohol,Schwefelsäure und etwas schwächer auch ein Tropfen Wasser, diean einem Glas- oder Eisenftäbchen hängen, ziehen sich, wenn ein Theildes Stabs erwärmt worden, sogar der Schwere entgegen, nach demkälteren Theile hin. In einer engen Röhre zieht sich eine flüssigeSäule von dem erwärmten Theile ab, und in einer Weingeistlibcllegeht die Luftblase dem wärmeren Theile zu. Man hat dieses füreine Folge der Verdampfung gehalten, aber dieselbe Beobachtungkann man an vielen geschmolzenen Salzen machen.
Libri und Nobili Vvriissuo ItuIleitn innlbvn». 1825. IV.p. 309.
Berzelius Jahresbericht. 1830. X. p. 47.
§. 99. Noch auffallender zeigt sich diese Abnahme der Pros-