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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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Verbreitung der Flüssigen, Tropfenbildung,

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sich gegen ihn nicht mehr wie Glas, sondern wie eine fest gewor-dene Wasserschicht verhält.

Um den Widerstand des Tropfens gegen die Verbreitung aufeiner Fläche zu überwinden, muß man entweder seinen Druck ver-mehren, oder man muß die Tafel neigen. Je geringer die anzu-wendende Kraft ist, für desto leichter netzend wird die Flüssig-keit gehalten und man könnte die Intensität des Benetzens wie dieReibung durch den Winkel schätzen, um welchen die mit einem Tro-pfen von gewissem Volumen bedeckte Tafel geneigt werden muß,wenn der Tropfen sich auf der Tafel fortbewegen soll. Hierbeifindet sich, daß unter den daS Glas benetzenden Flüssigkeiten sichder Aethcr, Alkohol, die Oele, auch die Arsenikbntter viel leichterausdehnen, als Wasser, Salzlösungen, Schwefelsäure und Kali. Obdie Reihenfolge mit derjenigen für eine Synaphic genau überein-kommt, habe ich noch nicht untersucht. Doch hatte die Schwefel-säure auf dem Glase eine weit stärkere Wölbung, als wenn sie aufQuecksilber oder Wasser gebracht wurde.

Aus der Trägheit sich über eine unbcnetzte Fläche zu verbrei-ten, entspringt das von Stratford (Pogg. Annal. 1888. XIV.p. 41.) und Camelli (Voru88. Nullet, mutllkin. 1829. p. 247.aus Oiorn. nrcnnl. 1828.) beschriebene Herabglciten eines untenbenetzten, convexen Glasstückes ai.ff einer geneigten Fläche, welches,wie alle Bewegungen, wo die Ursache nicht genau central wirkt,mit einer Rotation verbunden ist.

§. 116. Bei leicht netzenden Flüssigkeiten werden die Tropfenzuweilen zu einer sehr dünnen Schicht, welche durch die Verschie-denheiten in ihrer Dicke von dem Umfange nach dem Centrum hinund durch die Veränderungen, die Verdampfung und chemischeProcesse in ihr herbeiführen, die Restexionsfarben der newto Ni-schen Ringe in großer Mannigfaltigkeit und Schönheit hervorbringt,und viele Beobachter angeregt hat. Dessen ungeachtet ist diese Erschei-nung, eine der interessantesten in der Cohärenz, noch wenig bekannt.

Bei festen Körpern wirken die Unebenheiten der Oberfläche, durchdie Reibung, die sie hervorbringen, und durch die fremden Stoffe,die sie verbergen, nachtheilig auf die Ausbreitung der Tropfen, diesich leichter auf der Oberfläche von Flüssigen ftudiren lassen. Unterdiesen ist das Quecksilber durch sein hohes specifisches Gewicht und