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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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139
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Ausbreitung der Flüssigen, Reihenfolge,

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eine dünne Haut zurück. Dasselbe ist der Fall bei ölhaltigen Samen,Mehl, öligen thierischen Theilen und dergleichen, aus denen das Delsich auf die Flüssigkeit hinzieht. Aber eben so wie das flüssigeDel wirkt auch der Kampher und der Phosphor. In etwaserhöhter Temperatur bringen Schwefel und viele Metalle auf demQuecksilber oder geschmolzenen Blei ähnliche Erscheinungen hervor,obgleich die Temperatur noch weit unter dem Schmelzpuncte dessich verbreitenden Körpers steht. In der Regel wird zwar derfeste Bestandtheil von der Unterlage etwas aufgelöst und es könntesein, daß nicht er selbst, sondern nur seine Auflösung sich über dieOberfläche hinzieht; aber Phosphor, Schwefel und Kampher lösensich, so viel man weiß, in dem Quecksilber nicht auf.

Relative Stärke der Ausbreitung, Reihenfolge.

§. 123. Alle diese Wirkungen sind auf die Oberfläche be-schränkt. Ei» Tropfen Oel breitet sich mit großer Schnelligkeitqus, dringt aber nicht merklich in das Innere ein. Aus einemStück Papier, daS mit einem ätherischen Oele getränkt und einemSteine beschwert ist, oder aus Nelkenöl, das in Wasser untersinkt,geht kein Thkiichen mehr auf die Oberfläche des Wassers über, so--bald das Oel ganz unter Wasser ist. Erst wenn es die zweiteOberfläche erreicht hat, kann sich der Vorgang erneuen.

Hier sind die Erscheinungen complicirter. Der Tropfen, den ichvüt v bezeichnen will, kommt in Conflict mit zwei Körpern u und b,von denen b immer flüssig ist, u fest oder flüssig sein kann. Wennk in einer Schicht auf u verbreitet ist, so kann c natürlich erstdann mit » in Wechselwirkung treten, wenn b durchbrochen ist.Aber dieses setzt eine mechanische Kraft voraus, die o, selbst wenn1» sehr dünn ist, nicht immer besitzt- Wenn v kein größeres Stre-ben sich zu verbreiten hat als b, so wird es, auch wenn es » er-reicht hat, als Tropfen liegen bleibt. Ist aber e in dieser Be-ziehung kräftiger, als b, so wird er sich zwischen b> und n eindrän-gen und wenn b nicht zu dick ist, es ganz nach den Rändern desGefäßes hin vertreiben und sich selbst über n hin ausdehnen. Sowerden auf dem Wasser die fetten Oele von den ätherischen, diesevom Aether verdrängt.

§. 124. Eine Modification desselben Vorganges wird be-obachtet, wenn man einen Tropfen auf eine dünne in einer Schale