Ausbreitung peS Flüssigen, Sieden.
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§. 128. Die Unterlagen, wenigstens, wenn sie nicht in-nerhalb der Reihe stehen, sind auf die relativen Stellungen derKörper ohne bedeutenden Einfluß. Dieses kann nur sein, entwe-der weil der Einfluß der Unterlage überhaupt nur unmerklich ist,oder weil er in seinen Gesetzen ebenfalls der Synaphie folgt undwenn sie steigt, die Verbreitung verzögert. Das erste ist unwahr-scheinlich, die zweite Bedingung, daß die Prosaphie einesflüssigen Körpers zu einem festen, oder zu Wasser undQuecksilber mit der Zunahme der Synaphie abnehme,scheint also innerhalb derselben Grenzen, wie das §. 127. ange-führte Gesetz seine Anwendung, zu finden.
§. 129. Die ofr aufgestellte Ansicht, daß zwischen dem Ver-breiten der Flüssigkeiten und der chemischen Affinität eine nahe Be-ziehung statt finde, wird daher durch die Beobachtungen nicht bestä-tigt. Sie modificirt die Erscheinungen, wie sie unter andren Um-ständen auf den Proceß der Dampfbildung oder des SchmelzenSEinfluß hat; aber diese Wirkung ist nur mittelbar und zufällig.Die Gesetze, nach denen sich die Tropfenbildung richtet, haben mitder chemischen Anziehung der Körper nichts gemein.
Auffallender aber als diese Trennung von Chemismus und (5o-häsion ist der Mangel an Zusammenhang zwischen der Prosaphieund dem Streben nach einer physischen Verbindung, obgleich diese,wie ich in dem Abschnitte von der Diffusion zeigen werde, durchdie bloße Cohärenz von einander getrennt werden können. Alkolsolund einige Ocle sind in dem specifischen Gewichte, in ihrer Syna-phie, in dem Streben, sich auszubreiten, nur wenig verschieden; eSsollte daher auch zwischen der Fähigkeit beidefi>Körpcr sich physischmit andren Flüssigkeiten, z. B. dem Wasser zu verbinden, eine Ueber-einstimmung statt finde». Aber, wie bekannt, mischt sich der Alko-hol mit dem Wasser in jedem Verhältnisse, und das Oel nu r sehrwenig. Auf diese Verbindungen wirken also noch andre Kräfteein, als die Cohäsion, vielleicht in Wärme, die so entscheidendbei Auflösungen, so untergeordnet in der Synaphie und Prosaphieauftritt.
Veränderung des Siedpunctes durch die Prosaphie.
§. 130. Auf eine interessante Weise tritt die Cohässvn derflüssigen Körper bei dem Sieden auf. Der normale (Lied-