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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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Cohärenz der Flüssigen, Gleichgewicht.

punct ist die Temperatur, bei welcher die Elasticität des Dampfes demDrucke der Atmosphäre gleich ist, ist also, wenn die Atmosphäre sichnicht verändert, ganz constant. Für die am Boden des Gefäßesbefindlichen flüssigen Theile ist der Siedpunct um eine kleine, vonder Tiefe der flüssigen Masse abhängige Größe höher, als an derOberfläche. Diese Temperatur sollte eine an freier Luft erhitzteFlüssigkeit nicht überschreiten können. Aber in Gefäßen von Glas,Porzellan und in geringerem Grade auch bei Metallen beginntdas Sieden bei einer höheren Temperatur; durch Sand-, Holz- oderMetallspäne, die man in die über den normalen Siedpunct erhitzteFlüssigkeit wirft, kann man es beschleunigen. Die Temperatur sinktaber alsdann auf den normalen Siedpunct herab. Eben so wieeine übersättigte Salzlösung oder das Wasser und andre Flüssigkei-ten, die unter ihren Frierpunct erkaltet sind, von einem kleinenKrystalle schnell zum Krystallisircn gebracht und dabei bis auf dennormalen Frierpunct erwärmt werden.

Die Differenz zwischen dem normalen Siedpuncte und demje-nigen, bei dem das Sieden in Glasgefäßen beginnt, ist bei verschie-denen Flüssigkeiten von ungleicher Größe. Bei Wasser und Salz-lösungen ist sie nur 3 — 5°, bei Alkohol, Oclcn und conccntrirterSchwefelsäure 10 " und mehr. Bei Aether kann sie 30" und dar-über betragen.

§. 13t. Da Späne und Sandkörner das Sieden beschleunig-ten, so sah man auch hier ein Beispiel von jener Wirkung derSpitzen, die zwar bei der Verthcilung der Elektricität durch dieTheorie begründet ist, aber in keiner einzigen andren Naturerschei-nung eine Realität besitzt, weder in der Bildung der Krystalle, nochin der Verbindung der Gase durch Platin. Eine Kleinigkeit desflüssigen Körpers ist ohne Einfluß auf die Entstehung des Dampfes;auch könnte sie wol die Differenz bei Oelen oder Schwefelsäureerklären, aber nicht bei Alkohol und Aether, die nach der gewöhn-lichen Annahme für höchst leichtflüssig gehalten werden. Nur dieGeschwindigkeit, mit der die entstandenen Dampfblase» aufsteigen,ist bis auf einen gewissen Grad von ihr abhängig. Folgendes istwahrscheinlich die Ursache:

Der Dampf bildet sich niemals in dem Innern der flüssigenMasse, sondern nur an der Oberfläche. An der freien Oberflächeentwickelt sich der Dampf, ohne daß man ihn gewöhnlich sehen kann.