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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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156
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1S3 Cohäreuz der Flüssigen, Aggregatzustäude.

Rolle. Ich habe schon oben (§. ISO.) von ihrem Einflüsse auf dieBildung der Tropfen gesprochen. Daß die Flüssigkeit in Haarroh-ren ihren von der Synaphie abhängigen Nvrmalftand zuweilen vonselbst erreicht, kann nur durch eine allmälig fortschreitende Benetzungerklärt werden, welche wol eine Folge der Präcipitativn des Dam-pfes auf das noch trockne dem Ende der Flüssigkeitssäule benach-barte Glas sein muß; denn die Flüssigkeit selbst hat kein Strebenüber die von der Prosaphie bestimmte Höhe hinauszugehen.

Von dem Einflüsse dieser vorzeitigen Präcipitation auf dasmariottische Gesetz habe ich schon oben (Elasticität derGase §. 3.) gesprochen. Die Elasticität der Gase wird dadurchin minder starkem Verhältnisse vermehrt, als die Dichtigkeit. DieGase, bei denen man diese Abweichung beobachtet hat, gehören zuden leicht comprimirbaren, d. h. zu denen, die als Dämpfe ihremMarimum nahe sind. Das schwefligsaure Gas z. B. besitzt bei demDruck einer Atmosphäre und einer Temperatur von 12" 5 beinaheVa seines Marimums. Comprimirt man das Gas auf das Drei-fache, so ist es seinem Marimum sehr nahe, ein Theil schlägt sichnieder, und das Gas hat eine kleinere Elasticität als drei Atmo-sphären. Ocrsted glaubt sogar die Präcipitation selbst beobachtet zuhaben und erklärt sie. durch die Berührung von heterogenen Theilendes Apparates.

§. 146. Unter den gewöhnlichen Umständen ist daher keinRaum ganz mit Dampf gesättigt. Das daniellsche Hygrometer be-schlägt sich etwas früher, als der Dampf sein Marimum erreichthat. Andrerseits kann man den Niederschlag immer erst einigeZeit nach dem Eintritt der Bethauung erkennen. Es ist die Fragewie weit diese beiden Wirkungen einander aufheben.

Alle unsre Kenntnisse von der Elasticität der Dämpfe beziehensich auf Versuche in Gefäßen von Glas und Metall, die keine Sät-tigung zulassen. Die Resultate hängen also von zwei sehr hetero-genen Ursachen ab, von der Elasticität des Dampfes in einem freienRaume und von der Prosaphie der Gefäße. Ohne beide Ursachenzu trennen, wird man wol empirische, nur für die Interpolationtaugliche Formeln, aber niemals das wahre Naturgesetz aufstellenkönnen. Vielleicht stimmt jenes mit der geometrischen Progressionüberein, nicht der daltonschen, sondern der einfachen Formel, wel-che ich in meiner Dissertation Vv 1'keori» Vssornin et Vspornm