Absorption des Flüssige», Gestalt und Gewicht. 165
Alkohol, Aether md Oele werden zwar ebenfalls in beträcht-licher Menge adsorbi't, aber sie machen den Stoff nicht in demGrade geschmeidig wie Wasser. Vielleicht füllen sie die engen Ka-näle nicht so vollständig an, wie das weit stärkere kapillare Eigen-schaften besitzende Wafer.
§. 160. Nach Pouillet findet bei der Adsorption von Was-ser, Alkohol, Essigäthcr u. a. m. in Pulver von Glas und andrenSubstanzen eine Wärniezunahme von 0",2 —0",3 statt. Sie soll,das langsam adforbirte Oel ausgenommen, sowohl wenn eine Flüs-sigkeit mit verschiedenen festen Körpern, als wenn ein fester mitverschiedenen Flüssigkeiten zusammenkommt, also unter allen Umstän-den, constant sein. Dieses ist sehr unwahrscheinlich. Wenn, wiePouillct meint, die Elektricität im Spiele ist, so müßte die Wärmebei dem so verschiedenen elektrischen Verhalten von Glas und Me-tallen, Wasser und Aether, von der Beschaffenheit der Körper insehr hohem Grade abhängig sein. Es ist daher wünschenswerth,diese Versuche zu wiederholen und namentlich die Reibung zwischendem Thermometer und dem Pulver 'zu berücksichtigen, welche beiPouillets Versuchen nicht ganz vermieden war.
§. 161. Die Literatur dieses Abschnittes beschränkt sich aufeinige gelegentliche und quantitativ nicht genaue Beobachtungen.
I'eiiluimuu ^euck. ckel Oimento, eck. lVIu88ekeuln oek.
x. 7.
De la Hire lVlem. cke» Keienoes. IX. p. 157. Adsorptionvon Seilen.
Reaumur »dick. 1714. p. 36. Adsorption von Papier.
Duhamel iblck. 1741. p. 175. Adsorption von Holz.
Rumford Schwngg. Journ. 1813. VIII. x. 167.
Knight I'kilvs. Trunsuet. 1817. p. 269. Beobachtungenüber die ungleichförmig! Adsorption des Holzes.
Scoresby Xemuilt ou lüe polar reKious. Adsorption vonMeerwasscr durch Holz
Ueber die Veränderungen animalischer Membranen durch Ad-sorption von Wasser:
Chevreuil ckoum. ckes 8»vu»8. 1821. p. 527.
Berzelius Lehchuch der Chemie. 1831. IV. p. 37. 6S.
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