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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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166
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100 Cvhärenz der Flüssigen, Aggregatzustände.

2. Adsorption von Dämpfen.

§. 162. Die Adsorption der atmosphärischen Lust spielt eineso große Rolle in dem Ackerbau und fn vielen thierischen undpflanzlichen Processen, und die Adsorption des Wasserdampfes istfür die Gewerbe, die Chemie und die Hygrometrie so wichtig ^ daßmau eine Menge von Beobachtungen darüber angestellt hat, vondenen einige sich auch über andre Gase oder Dämpfe erstrecken.Freilich sind nur wenige genau und mit wissenschaftlichem Geiste an-gestellt; aber sie reichen doch hin, um einige theoretisch wichtigeResultate zu begründen. Ich werde daher diesen Abschnitt wiederetwas ausführlicher behandle« und dabei die Adsorption der Dämpfevon derjenigen der übrigen Gase trennen, weil sie auf eine eigen-thümliche Weise auftreten, am meisten beobachtet sind und auchfür die Vorgänge bei der Adsorption der übrigen Gase den Maß-stab an die Hand geben müssen.

Zustand des adsorbirten Wasserdampfes.

§. 163. In einen adsorbirenden Körper, der in einen Raummit Wasserdamxf gebracht wird, geht ein Theil des Dampfes über,bis zwischen dem frei gebliebenen Dampfe und dem adsorbirten eineRelation statt findet, die von der Größe des Raumes und des ad-sorbircuden Körpers ganz unabhängig ist, und bloß von der Elasti-cität des Dampfes und vielleicht noch von der Temperatur bedingtwird. Je größer die Elasticität des freien Dampfes, desto größerist auch die Quantität des adsorbirten, welche bei einem mit Dampfgesättigten Raume ihr Maximum erreicht. Dieses Marimum beträgtaber gewöhnlich mehrere hundert Volumina hks adsorbirenden Kör-pers, und wenn man die Größe der Poren dem Volumen des imMaximum adsorbirten flüssigen Wassers gleich setzte, so würdedas specifische Gewicht des adsorbirten Dampfes, im Falle er die Höh-lungen gleichmäßig ausfüllte, dem des flüssigen Dampfes wenig nach-stehen (Siehe unten §. 177.).

g. 161. Wenn man daher annehmen wollte, daß das Wasserin dem porösen Körper als Dampf existirt, so müßte man erstlichin d.em festen Körper die ungeheure Anziehungskraft von nah an600 Atmosphäre» voraussetzen, und dann wieder dem Dampfe eineBedingung seiner Existenz geben, die im freien Raume gänzlich fehlt,wo er schon bei einer weit geringern Compression hätte präcipckirt