Adsorption dor Dämpft, ihr Zustand.
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werden muffen. Wenn man ferner einen mit flüssigem Wasser ge-sättigten Körper in einen noch nicht ganz gesättigten Raum bringt,so würde ein Theil verdampfen, der übrig gebliebene Theil aberwürde seine Natur gänzlich geändert haben und aus Wasser zu einemcomprimirten Dampfe geworden sein, der nur durch die Kraft derAnziehung zurückgehalten wird, sich als Gas auszudehnen.
Anzunehmen, daß der Dampf in dem festen Körper ebenfallsfest, als Eis, eristire, wäre eine Hypothese, für welche gar keineAnalogie spricht, die keine einzige Schwierigkeit beseitigt und mitder Geschmeidigkeit der feuchten Fasern und Zellgewebe unverein-bar ist. Auch ist diese Ansicht, so viel ich mich erinnere, noch nichtaufgestellt worden.
§. 465. Es bleibt also nnr der flüssige Zustand übrig,und für diesen sprechen auch alle Erscheinungen. Die Wärme,welche bei der Adsorption frei wird, kann zwar als Eompreffions-wärme angesehen werden, aber sie ist wahrscheinlich die Evaporations-wärme, die hei jeher Verdampfung gebunden, bei jeder Präcipita-tion frei wird. Der Zustand des Wassers an der innern Seite derPoren ist ferner unstreitig identisch mit dem, welcher an der äußernOberfläche eines festen oder flüssigen Körpers statt findet, und die-ser ist allem Anscheine nach von dem des verbreiteten Tropfensnicht verschieden. Es ist daher sehr wahrscheinlich, daß auch deradsorbirtc Wasserdampf sich als Wasser in den Poren befindet undkeiner Metamorphose bedarf, um zu adsorbirtem Wasser zu werden.
Der einzige Unterschied in den Eigenschaften dieses Wassers vondem gewöhnlichen besteht in der geringern Flüchtigkeit, und der äu-ßere Dampf bedarf daher auch einer geringern Elasticität, um eineneue Dampftntwickelung zu verhindern. Das adsorbirte Wasser istich dieser Beziehung dem Wasser in Salzlösungen gleich, wo seinDampf ebenfalls eine um so geringere Elasticität hat, je wenigersich von ihm in einem gewissen Volumen befindet. (Siehe untenden Abschnitt von der Auflösung.)
Die Adsorptionsfähigkeit der porösen Körper ist unter 0" nichtkleiner, als in höher» Temperaturen; der Eisdampf wird eben sogut adsorbirt als der Wafferdampf. Wenn man annimmt, daß indem porösen Körper der Wafferdampf als Wasser ist, so muß mandasselbe auch vom Eisdampfe annehmen. Ich werde in derFolge meh-rere Belege für die Richtigkeit der in diesem Paragraphen ausgespro-