Diffusion der Flüssigen
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§. 252. Die Quantität deS durchgegangenen Stoffes hängtnqtürlich von den Dimensionen der festen und flüssigen Körper undder Textur des festen ab, aber die Richtung der Bewegung, ob sieden Stand in der Röhre hebt oder senkt, hängt mit sehr wenigenAusnahmen nur von der Flüssigkeit ab und der feste Körper ver-hält sich dabei ganz passiv.
Ist in der Röhre eine Salzauflösung, z. B. Kochsalz, Salmiak,salzsanres und schwefelsaures Eisen oder Kupfer, oder Alkohol, Es-sig, Gummilösung; in dem Gefäße dagegen Wasser oder eine ver-dünnte Auflösung desselben Stoffes, so steigt die Flüssigkeit in derRöhre, indem das Wasser eintritt und ein zwar durch die Rea-gentien erkennbarer, aber immer doch kleiner Theil der Lösung indaS Gefäß übergeht. Das Nipeau in der Röhre steigt dadurch oftweit über das Niveau im Gefäße, Dasselbe ist der Fall, wennLavendel- oder Terpentinöl in der Röhre, in dem Gefäße verdünn-ter Alkohol ist; oder Laycndclöl in der Röhre, Qlivenöl außer-halb ist, Von zwei verschiedenen Salzlösungen, die nicht che-misch auf einander einwirken, nimmt in der Regel das Volumender coucentrirtereu zu. Mit einigen untergeordneten Anomalien istes daher immer Pie durch Röhren schneller gehende Flüssigkeit(§. 135.) oder die cvhärenterc, welche leichter durch den porösenKörper geht.
§. 253. Man muß daher, nach einer Bemerkung in Meyen 'sPhytotomie, die Flüssigkeiten, welche man in die Spiralgofäße der Pflan-zen bringen will, sehr conccntrirt nehmen, sonst steigt in der ersten Zeitnur Wasser auf. Aehuliches beobachtete Magen die bei Ausspri-tzungen von thierische» Gefäßen und Göppert m seinen Versu-chen über die schädlichen Wirkungen, welche die Absorption gewisserFlüssigkeiten in den Pflanzen hervorbringt. Durch die engen Ka-näle und Häute der Pflanzen geht, wie durch jede andre benetzteRöhre, am leichtesten das Wasser und erfrischt die Pflanze, wennsie nicht genug Feuchtigkeit enthielt. Allmälig finden sich die äthe-rischen Oele, der Kampher, die Blausäure, die Alkalien, die demWasser beigemischt waren, ein und bringen ihre nachthciligen Wir-kungen hervor.
Die organischen Membranen habe ich hier und in derDiffusion der Gase ganz als poröse Körper betrachtet, obgleich dasMikroskop keine Kanäle nachweiset und die meisten Physiologen die