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Cohärenz der Flüssigen, Bewegung.
Membranen für ein stetiges Ganze halten, durch welches eineFlüssigkeit nur deßhalb zu dringen scheine, weil sie sich mit ih-nen verbinde und auf der andren Seite durch einen Lebenspro-ceß abgeschieden werde, ungefähr wie bei der galvanischen Zersetzung,die an den zwei Polen von einander getrennt auftretenden Bestand-theile des Wassers. Die Physiologen bedienen sich ihrer vitalenKräfte, wie die Physiker gewöhnlich der Elektricität, um die Grenzeihrer Erklärungsversuche zu bezeichnen. Die Erscheinungen bei denMembranen enthalten nichts räthselhastes. Sie sind identisch mitdenen bei dem Gyps, wo unter dem Mikroskop eben so wenig Ka-näle sichtbar sind wie bei den Membranen, obgleich sein Volumen,das dem des wasserhaltigen Gypses gleich ist, und andre Eigenschaf-ten keinen Zweifel an d?m Dasein von Poren übrig lassen; auch ver-hält sich der Gyps ganz wie eine feine Spalte im Glase, wo dieOeffnung augenscheinlich ist. Man kann daher auch bei den orga-nischen Membranen nicht an einer ähnlichen Wirkung zweifeln. Uebri-gens sind alle organischen Körper, selbst nach dem Tode, überall mitKanälen durchzogen, und im Leben, wo dfe Kanalwände noch klei-ner sind, fst die Wirksamkeit der Kanäle noch größer, als im Tode.Die hohe Bedeutung der Diffusion für eine große Menge organi-scher Processe, für alle Sekretionen, verdiente wohl mit mehr Um-sicht verfolgt zu werden, als es Dutrochet gethan hat.
§. 254. Die einzige bedeutende Ausnahme von jener Ueber-einstimmung zwischen Synaphic und Diffusion findet nach Mit-chell bei Kautschukblasen statt, durch welche Aether und Alko-hol mit größerer Leichtigkeit gehen qls Wasser. Vielleicht verhaltsich der harzige Kautschuk zum Wasser wie Glas zum Quecksilberund wird nicht leicht benetzt.
Bei starken Säuren, welche chemisch auf die Membraneneinwirken, ist keine Diffusion. Ob sie sich bei Schiefer oder Gypsfindet, ist nicht untersucht,
Die Wärme soll nach Dutrochet die Diffusion verstärken.Ob dieses richtig ist, oder nur auf einer Täuschung beruht, weil siedie hydrostatische Bewegung beschleunigt, bleibt dahingestellt.
Der GalvaniSmus hat dagegen einen sehr entscheidendenEinfluß. Aus den Versuchen von Porret, N. W. Fischer, Wcchu. a. scheint hervorzugehen, daß die Diffusion dem positiv elektri-schen Strome parallel geht, daß also die Flüssigkeit bei der voltai-