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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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Elasticität der Festen.

§. 5. Bei allen diesen Methoden werd vorausgesetzt, daß derEffect der äußeren Kraft proportional ist. Bei dem Dehnen undBiegen ist die ganze Variation zu klein, um einen Unterschied indiesem Verhältnisse zu' zeigen. Allein bei Oscillationen fand La-ger hjclm, daß bei größeren Amplituden die Geschwindigkeit klei-ner ist. In einem Versuche wurden SO Oscillationen gemachtbei einer

Amplitudo von 44"

7«

1"8

in 45,6

44,0

42,4

Secunden.

In einem andren Versuche

Amplitudo von 37"5

5°

0°8

in 9°,4

86,8

84,0

Secunden,

und so öfter. Bei größeren Amplituden ist daher die Schwingungs-zcit größer, oder der Effect nimmt in einem schwächer» Verhältnissezu als die Kraft. Daß auch bei einer einfachen Compreffio» derEffect langsamer zunimmt, als die Kraft, ist zwar wahrscheinlich,aber noch nicht erwiesen.

Dieser Mangel an Isochrome ist zwar nicht beträchtlich undkann, wen» man, wie es Lagerhjelm machte, alle Körper nur beibestimmten Amplituden beobachtet, fast unschädlich gemacht werden.Aber er kann Unterschiede zwischen verschiedenen Methoden hervor-bringen. Wenn die Schwingungen nicht gezählt, sondern durch dieTonhöhe gemessen werden, so ist ihre Amplitude in der Regel sehrklein. Derselbe Stab wird daher, durch den Ton untersucht, einehöhere Spannkraft zu haben scheinen als beim Zählen der Schwin-gungen. Bei den Methoden der ersten Klaffe, wo man einen mög-lichst großen Effect hervorbringen muß, ist der Einfluß dieses Man-gels an Proportionalität zwischen Effect und Kraft noch bedeuten-der und vielleicht die Ursache, daß sie in der Regel zu kleine Re-sultate geben, wenn man sie mit den Longitudinalschwingungenvergleicht. ^

Berechnung der Spannkraft.

§. 6. Die aus diesen verschiedenen Methoden abgeleiteten Re-sultate hängen alle von einander ab; es ist aber erst in den neue-sten Zeiten Poisson, Cauchy, Navier und einigen andren ge-lungen, sie auf einander zu reduciren. Mit dem Worte Spann-kraft sollte man nun einen Charakter bezeichnen, der von der Be-