Spannkraft bearbeiteter Stoffe.
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Im Ganzen sind die Unterschiede jedoch schwach gegen die beiHolz und Krystallen beobachteten, und die Differenzen unter den ein-zelnen Angaben sind zu groß, als daß Man mit Zuversicht auf dieUnterschiede, welche die Bereitungsart bei verschiedenen Methodenhervorbringt, rechnen dürste.
§. 47. Die Temperatur bei der Bearbeitung, welchebei den meisten Cohärenzcrscheinungen der Metalle eine große Rollespielt, ist für die Spannkraft nur von sehr untergeordneter Bedeu-tung. Coulomb slVIöm. clo 1'-4eaä. 1734. p. 265.) findet inangelassenen Drähten und Platten dieselbe Elasticität, wie in ge-härteten. Chladni borte in Stäben von hartem Stahl und wei-chem Eisen denselben Ton. Achnliche Beobachtungen haben Doung,Tredgold n. a. gemacht. Bei den Versuchen von Ger st »erbehielt ein anfangs ganz weicher Draht seine Spannkraft bei, bis er durchdie Verlängerung selbst gehärtet, so spröde geworden war, daß erriß. Indessen schließen diese Angaben Las Dasein kleinerer Unter»schiede nicht aus; in einigen Fällen scheinen sie sogar constant zusein. Nach Cagniard de la Tour (Pogg. Annal. 1833. XXVI4I.239 steht eine ganz kurze Notiz,) hat ein gehärteter Stahlstab sowohlbei ldiigitudilialem Schwingen als bei den Stimmgabeln, alsotransversal, einen etwas tieferen Ton, als nicht gehärteter. Soauch das Eisen, wo jedoch der Unterschied etwas kleiner sein soll.
Nach Savart ist bei einfachen Metallen zwar kein merklicherUnterschied zwischen gehärteten und nicht gehärteten Stäben, aberbei Legirnngen ist der Ton und die Spannkraft etwas niedriger,also übereinstimmend mit Cagniard. Setzt man die Spannkraftdes langsam gekühlten 7^7 1 ; so ist der Logarithmus bei dem schnellgekühlten kleiner
im Gußstahl um 0,061
- Gußeisen 097
- Tamtam 103
- Messing 068
(Siehe die Tabelle §. 28.)
Sogar kleine Beimengungen haben keinen beMerklichen Einflußauf die Größe der Spannkraft. Der Stahl und das Eisen, so vcr»schieden in ihren übrigen Eigenschaften, haben für ihre Spannkraftdenselben Werth. Gußeisen hat freilich eine weit geringere Spann-kraft. Es ist aber auch kein bloßes Gemenge von Kohle oder Koh-