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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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Flüssige und Feste.

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sagt aber, daß der Modulns der Elasticität des Eises kleiner sei,als jenes aus Bevan's Beobachtungen abgeleitete Resultat. Cagn i-ard behauptet (Pogg. Annal. 1833. XXVIII. p. 239), daß dieSchallgeschwindigkeit im Eise und im Wasser einander gleich seien.Er sagt aber nicht, ob er sie unmittelbar beobachtet, oder ob er sienur aus andren Versuchen abgeleitet habe, und aus welchen. Neh-men wir an, daß sie für Stangen von Eis richtig angegeben ist,so würden nach dem aus Poisson's Werke abgeleiteten Resul-tate 1.»^. V: (> im Eise um 0,079 größer sein als im Was-ser. Da aber (> im Wasser etwa 0,016 größer ist, so wirdV im Eise und Wasser einander beinahe gleich werden. Es wäre,um das Verhältniß der Spannkraft in flüssigen und festen Körpernkennen zu lernen, sehr zu wünschen, daß man Phosphor und einigeAmalgame, welche innerhalb der gewöhnlichen Temperatur schmelzen,sowohl fest als flüssig in dem örsted'schen Compressions-Apparateuntersuchte.

§. 57. So viel geht aus den Versuchen mit Wahrscheinlich-keit hervor, daß die Elasticität eben so wenig wie das specifischeGewicht (Einleitung §. 10.) einen charakteristischen Unterschiedzwischen Festen und Flüssigen macht, und daß zwei Körper, die che-misch ideutlsch sind, aber der eine flüssig, der andre fest ist, in ih-rer Spannkraft nicht so sehr von einander abweichen, daß sich dar-aus die großen Unterschiede in ihren Cohäsionserscheinungen erklä-ren ließen. Die Ursache der Verschiedenheit liegt in der Krystal-lisation.

Fünfter Theil.

Krystallkunde.

Geschichtliche Uebersicht.

§. 1. Die deutlichen Krystalle bilden nur einen kleinen Theilvon der Masse unserer Erdrinde; allein durch den Glanz ihrerFlächen und die Regelmäßigkeit ihrer Formen stellen sie sich an die