Geschichte.
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abhängig sind. Seine Terminologie beschränkt sich auf daS Noth-wendige, ist anschaulich und mit seiner Lehre im Einklang. Hauyhat sein Gebäude vollständig ausgeführt, und die englischen undfranzösischen Naturforscher, welche seine Ansichten über die Atomebilligten, mußten seine Krystallographie fast ohne Veränderung an-nehmen.
§. 4. Dieses war in Deutschland nicht der Fall. Hierentkleidete man sie von allem, was an Atome erinnerte, und be-hielt von seiner Lehre nur dasjenige bei, was aus den Beobach-tungen unmittelbar hervorzugehen schien. Das nach Hauy's Mei-nung so wichtige Gefüge der Krystalle verlor durch seine Beziehungzur Atomistik an Bedeutung. Die Durchgänge sind überdieß leichtmit Absonderung zu verwechseln, und ihre Anzahl ist für die Bestim-mung der Krystallsorm bald zu groß, bald zu klein. Dagegen istdie Krystallform leicht zu erkennen und einer scharfen Messung fä-hig, und man sann auf Mittel, sie unabhängig von den Durch-gängen zu bezeichnen. Diese Richtung hat in der Schule vonWeiß ihre Vollkommenheit erreicht.
Die Gesammtheit aller Flächen, die bei einer Krystallart vor-kommen, bildet die Krystallreihe. Die einzelnen Flächen derKrystallreihe werden durch das von Hauy aufgefundene Gesetz miteinander verbunden. Die Durchgänge sind ein Merkmal des Kör-pers, wie der Glanz, das specifische Gewicht und andre es sind,ohne jedoch für die Krystallform charakteristisch zu sein, indem diesedurch die Flächen allein hinlänglich bestimmt wird. Auch Weiß hat seineAnficht folgerecht entwickelt und eine anschauliche, auf das Noth-wendige sich beschränkende Terminologie aufgestellt; man kann denformellen Theil der Krystallkunde durch ihn und seine Nachfolgerals abgeschlossen ansehen.
§. 5. Dagegen ist die physikalische Krystallkunde noch imBeginnen. Auch sie ist von Hauy begründet, theils durch die Un-tersuchungen der Durchgänge, theils durch seine elektrischen und opti-schen Arbeiten. Die Lehre von der Polarisation des Lichtes hatseitdem einen hohen Grad von Vollkommenheit erlangt; aber sieberührt die Krystallographie nur in wenigen Puncten. Ueber dasVerhältniß der Elektricität und der Wärme zur Krystallformhaben wir nur wenig Andeutungen. Desto mehr dürfen wir von