284
Krystallkunde.
I. Das reguläre System.
H. Das viergliedrige.
IH. Das dreigliedrige.
IV. Das zwei- und zweigliedrige.
V. Das zwei- und eingliedrige.
VI. Das ein- und eingliedrige.
Ich werde mich immer der Namen Tefferal, Tetragcnal, He-xogonal, Rhombisch, Monvklinisch und Triklinisch bedienen, weil siebereits von vielen andren angenommen sind und ich neie Wortenicht liebe.
Hauy hat diese Eintheilung noch nicht, da er den Durch-gängen folgend Unterschiede annahm, wo formelle Gleichbeit statt-findet. Allein er kannte ihre Möglichkeit, Bernhardt stricht sichdeutlicher darüber aus. Weiß hat sie aber zuerst eingeführt undseitdem sind sie allgemein aufgenommen.
§. 14. In dem triklinischen Systeme sind nur diejenigen Nor-malen einander gleich, die einander diametral entgegengesetzt sind,deren Coefficienten also
-t- z>, -t- g, -t- r und — p, — g, — rsind. Wo sich die Axen in rechten Winkeln kreuzen, sind die16 Normalen, welche zu den Coefficienten Isä x, Isl p, rhaben, einander symmetrisch. In den Systemen, in denen Ach-sen einander gleich werden, wird die Zahl noch größer, und kannin dem Tefferalsysteme auf 48 steigen, indem außer den oben an-geführten auch diejenigen Normalen einander gleich werden, beidenen sich die Coefficienten nur durch Versetzung unterscheiden, alsok, 1, r; g, r, p; r, x, g;r, 1, I>; l>, r, g; g, x, r.
Denkt man sich auf die Enden ein der symmetrischen undgleich groß genommenen Normalen perpendiculäre Flächen, st ent-stehen körperliche Figuren, die bald nur aus zwei Flächen bestehen, baldals vier, sechs, acht, zwölfscirige Prismen offen sind, oder ge-schlossen als Würfel und vier, sechs, acht und zwölfseitige Dop-peipyramiden, zu welchen in dem Tefferalsysteme noch einige zu-sammengesetztere Gestalten kommen.
Die einer solcher Gruppen z. B. einem Oktaeder angehangenFlächen bilden jedoch kein Ganzes; das Dasein und die Größe von