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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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Krystallknnde.

andren Krystallen bestätigt. Das Dasein schiefwinkliger Achsen kanndaher nicht mehr bezweifelt werden.

§. 18. Auch in der Größe der Achsen wurde man durch dieso häufig vorkommende Gleichheit derselben bewogen, Verhältnisseanzunehmen, die man für besonders einfach hielt. Schon Hauyhatte eine Vorliebe zu einfachen Zahlen oder Wurzelgrößen. Weißerwähnt, daß

1 : L; 1 : lk'2; 1 : b'3;

1 : i 13 — 1 : 1 ( 2 ^ -r- 3 ?)

H'7 : VS5 — ^ (3 -t- 4) : V (3° 4^1

sich sehr oft vorfinden. Aehnliche Ansichten haben Na »mann undBernhardi. Auch Breithaupt's sogenannte Progressions-Theorie beruht auf einer ähnliche» Meinung. Es soll nämlich einjedes Verhältniß zwischen den Achsen sich ausdrücken lassen durchx: 720, wenn p eine ganze Zahl ist. Allein 1 : 720 macht bei45 o nur zwei Minuten aus. Kupffer, der sehr genau und beiaurigesuchten Krystallen maß, fand Differenzen von mehreren Minu-ten. Mitscherlich, dessen Goniometer unter allen bis jetzt ver-fertigten vielleicht das vorzüglichste ist, findet bei einem und dem-selben Krystall unter Winkeln, die einander gleich sein sollten, zu-weilen Unterschiede von 10* und mehr. Es giebt daher sehr vieleTheorien, mit denen man die Beobachtungen mit geringen Modifi-kationen in Uebereinstimmung bringen kann.

III. Terminologie.

§. 19. Unter der kryftallographischen Terminologie be-greife ich die Art und Weise, die Flächen zu beschreiben und zu be-zeichnen. Da die Methode von Hauy, der als Schöpfer der Wis-senschaft auch die wissenschaftliche Sprache hätte firiren können, vonden Deutschen nicht angenommen wurde, so bildeten sich eine Mengevon neuen Terminologien, die zuweilen eine von Hauy wenig be-achtete Seite der Krystallographie hervorheben, gewöhnlich aber sichin eine kleinliche Sonderung untergeordneter Eigenschaften verlierenund Hypothesen aufnehmen, die weniger zulässig sind, als dieAtomistik.

Die Methode von Weiß, wie sie von seinen Nachfolgern auf-gefaßt wird, ist von diesen Fehlern frei und erfüllt vollständig diemeisten Bedingungen einer guten Terminologie. Diese sind: