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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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Charaktere der Krystalle.

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so müßte die Formel, welche die Größe der Cohäsion in verschiede-nen Richtungen ausdrückt, mit in die Charakteristik aufgenommenwerden, in so fern sie nicht aus dem Grundverhältnisse selbst abge-leitet werden kann. Von dieser Kenntniß sind wir aber noch sehrweit entfernt. Einige Beobachtungen über Härte und Elasticitätabgerechnet, kennt man von den verschiedenen Resultaten der Co-häsion nur die Eigenschaft vieler Krystalle, sich in gewissen Richtun-gen mit größerer Leichtigkeit zu spalten, als in andren. DieseRichtungen der leichteren Spaltbarkcit oder die Durchgänge ge-hören zu den am meisten beobachteten und den beständigsten Merk-malen der Krystalle. Aber auch die Durchgänge selbst sind nichthinlänglich bekannt. Bei vielen Körpern sind sie gar nicht beach-tet, bei andren erlaubt die Zähigkeit ihre Beobachtung nicht, oftkann man von ihnen nur Spuren wahrnehmen. Ueberall sind sieleicht mit der Absonderung zu verwechseln, die bloß eine Folge voneiner Störung in dem Wachsthum des Krystalles ist. Nicht seltengiebt es der Durchgänge mehrere, und es ist sehr schwierig zu be-stimmen, welcher Durchgang der stärkere sei. In vielen Krystallensind daher die Durchgänge falsch angegeben und Körper, die einandersehr nahe stehen, weit auseinandergerückt und umgekehrt. Bei künst-lichen Krystallen habe ich den Durchgang zuweilen selbst untersucht,bei den natürlichen habe ich die Beobachtungen von Hauy, Mohs,Hai ding er und Breithaupt verglichen und bin vorzüglich demletzten gefolgt, der viel Aufmerksamkeit darauf verwendet hat. Den-noch bleibt die Bestimmung des Durchganges sehr ungewiß.

§. 26. Zu den physischen Eigenschaften, die in einer Charak-teristik nicht fehlen dürfen, gehört auch die Elektro - Polaritätdurch Erwärmung und die Doppelbrechung des Lichtes.Jene ist für die Krystallform dadurch von Bedeutung, daß sie inder Regel an die Hemiedrie mit geneigten Flächen gebunden ist.Wir besitzen darüber eine Arbeit von Hauy und eine von Brems-ten. Der erste beobachtete eine wahre Polarität, der zweite aberdie Elektricität, insofern sie sich in der Anziehung leichter Körperzeigt. Diese fand er zwar bei einer großen Anzahl von Körpern,von denen viele von jener Hemiedrie frei sind. Allein sie gehörendoch fast ohne Ausnahme zu Krystallen mit schiefwinkligem Gefüge,und es wäre möglich, daß die von Brewster beobachtete Elektrici-tät, welche doch wohl größtenteils auf Polarität innerhalb des Kry-