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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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295
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L95

empfehlen, überhaupt nicht als Mittel, die Krystalle am leichtesten zuerkennen, wozu die chemischen Charaktere die geeignetsten sind. Un-sere Eintheilung bezieht sich nur auf die Krystallisation, und wirunterscheiden vier Stufen. Die Art (Specie.-!), die Gattungl^onus), die Familie, die Klasse.

§. 29. Die Species enthält alle Krystalle von derselbenGrundform, denselben physischen und chemischen Eigenschaften. DieUnterschiede beziehen sich nur anf die räumliche Ausdehnung derKrystalle und ihrer Flächen und auf die Combinationen. Die letz«ten bilden die Varietäten. Allein es findet sich bei der krystal-lographischen Species ein Umstand, welcher die Bestimmung derSpecies schwankend macht. Zwei verschiedene aber verwandte Kry-stall-Species gehen zuweilen Mischungen mit einander ein, wodurchKrystall-Species entstehen, die in jeder Beziehung die Mitte zwi-schen den beiden ursprünglichen halten. Wo die Mischung injedem Verhältnisse möglich ist, kann auch die Krystallform in ihrenWinkeln jeden beliebigen Zwischenwerth annehmen, z. B. kohlensau-rer Kalk und kohlensaures Eisen bilden einander nahe stehende aberin ihren Winkeln verschiedene Species. Beide aber können sich injedem Verhältnisse mischen und die daraus hervorgehenden Krystallehaben immer Winkel, die zwischen denen des Kalk- nnd Eisensalzesliegen, und je nach ihren Bestandtheilen dem einen oder dem an-dren näher stehen. Wollte man nun jedes Gemisch als besondereKrystaüreihe aufstellen, so hätte man zwischen jenen beiden Krystal-len allein eine unendliche Anzahl von Species. Man muß sich da-her bei der Charakteristik, so weit es möglich ist, auf die ungemisch-ten Krystallen beschränken. Bei diesen sind, das Tesseral - Systemausgenommen, auch die Winkel wahrscheinlich immer etwas verschie-den. Bei den Gemischen aber ist es möglich, daß bei Verschieden-heit der Bestandtheile eine Identität der Form stattfindet. Kohlen-saurer Zink z. B. hat eine Form, welche, wenn man den Angabentrauen darf, zwischen denen des Eisens und des Kalkes steht. Esmuß also ein Gemisch von kohlensaurem Eisen und Kalk geben,dessen Krystallfvrm der des Zinksalzes vollkommen gleich ist.

§. 30. Wir verdanken die Kenntniß dieser in jedem Verhält-nisse sich mischenden und krystallisirenden Körper fast ausschließlichden Versuchen von Mitscherlich. Ihre Anzahl ist sehr bedeutend.Wir zählen ihnen auch diejenigen Krystallreihen bei, welche, ohne