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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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Krystallkunde.

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mischbar zu sein, keine größere Verschiedenheit haben, als jene. Allediese in ihrer Gestalt sehr nahe stehenden, isomorphen Krystall-reihen bilden die Gattung. Unsre Gattung ist von der bei denMineralogen üblichen sehr verschieden. Breithaupt's Gattungenstimmen zuweilen mit den meinigen übercin, allein da er von einemandren Principe ausgieng, so sind bei ihm bald verschiedene Kry-stallformen vereinigt, z. B. Turmalin und Boracit; bald isomorphegetrennt, z. B. Aragonit und Strontianit, Apatit und Grünbleierz.

§. 31. Die Krystallfamilie enthält alle Gattungen, de-ren Structur dieselbe Symmetrie hat. Ich werde später zeigen,daß die einer Familie angehörigen Gattungen wahrscheinlich einegleiche Ausbildung haben. Das Charakteristische der Familie istalso die Structur, und da diese vielleicht nicht bei der Hälfteder Krystalle auf eine hinlänglich genaue Weise bekannt ist, sowird auch die Bestimmung der Familie schwankend.

Es ist möglich, daß wie in der Gattung die Species, so inder Familie die Gattungen in einander übergehen können, und dieFamilie eine Einheit bildet, welche innerhalb ihrer Grenzen jederVariation der Winkel fähig wäre, daß aber verschiedene Familienohne Uebergänge getrennt sind.

§. 32. Die Klasse endlich enthält alle Krystallspecies, dieeinem Systeme (§. 13) angehören. Zwar findet auch hier zuweilennoch eine Ungewißheit statt, aber nur bei sehr unvollständig beob-achteten Körpern.

§.33. Die hemied r i sch e n Krystalle könnte man als eigene Klassenunterscheiden. Allein eine jede hemiedrische Form müßte dann wie-derum nach ihren Durchgängen in Familien getheilt werden, unddadurch würde die Anzahl der Familien und mit ihr die Ungewiß-heit der Anordnung sehr vermehrt. Es ist daher für den gegen-wärtigen Standpunct der Krystallkunde besser die hemiedrischenKrystalle an das Ende einer jeden Familie, der sie nach ihrenDurchgängen angehören, zu stellen. Nur in der heragonalen Klassemüssen die rhvmboedrischen Krystalle besonders behandelt wer-den, weil hier die Hemiedrie nur scheinbar ist, fich, was sonst nichtder Fall ist, meistentheils auch auf die Durchgänge erstreckt, undeine eigenthümliche Bezeichnung verlangt. Nichts ist leichter und nichtsist unnöthigex als eine streng logische Anordnung.