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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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Ausbildung. 2!)7

H. Ausbildung der Krystallreihen.

§. 34. Die Ausbildung der einzelnen Krystallreihen zu be-stimmen, ist eine sehr mißliche Aufgabe. Wer die Krystalle nichtvor Augen hat, kaun die herrschenden von den untergeordnetenFlächen nicht unterscheiden. Die Häufigkeit des Vorkommens derFlächengruppen in den Combinationen zu zählen, wovon ich beim Kalk-spath ein Beispiel geben werde, führt nur selten zum Ziele, indemder Zufall einige Varietäten besonders häufig gemacht haben kann,und die Bedingungen, bei welcher secundäre Flächen entstehen, nnSnoch gänzlich unbekannt find. Wenn man jedoch die Ausbildungvon einer sehr großen Anzahl gleichförmig berechneter Krystallreihenmit einander vergleicht, so wird es möglich, einige allgemeine Re-sultate zu gewinnen.

§. 35. Mit wenigen Ausnahmen find die Flächen, in denenbloß die Coefficienten 0 und 1 vorkommen, sowohl in der Anzahl, alsin der Größe ihrer Flächen die herrschenden. Ich will sie dieHauptflächen nennen. In vielen Körpern ist die Ausbildungauf sie beschränkt. Bei einigen häufiger vorkommenden Krystallenfinden sich auch andre Flächen, deren Normalen mit denen vonzwei jener Hauptflächen fast immer in einer Ebene liegen, derenCoefficienten also o, u, d, oder u, b, b sind. Weiß bezeichnetdie Flächen erster Art als den Kantenzonen, die Flächen zweiterArt als den Diagonalzonen angehörig. Diese Flächen überkom-men bei verschiedenen Krystallreihen auf zweifache Art vor. In ei-nigen ist der Werth von a und b ^7 s, weit seltner 3 und einerhöheren Zahl; bei andren ist der Werth 3 oder 5; dagegen 2 oder4 viel seltner oder gar nicht gefunden werden. Den ersten Fall wol-len wir die normale, den zweiten die abnorme Ausbildungnennen. Das Fortschreiten der Nebenflächen nach 2, 4, 6 will ichhier nicht weiter berücksichtigen, weil es zwar der abnormen Aus-bildung ähnlich ist, aber auf die normale zurückgeführt werden kann.

Die normale Ausbildung ist die überwiegende. In einigenKrystallreihen kommen beide, aber in verschiedenen Zonen vor.

§. 36. Im tesseralen Systeme sind Bleiglanz, Spinell,Glaserz, Rothkupfererz normal. Auch der Granat ist es, aber miteigenthümlichen Modifikationen. Dagegen ist sie abnorm in dem Fluß-spathe, wo nächst den Hauptflächen, 031, 311, 133 am häufigster»