Jsomorphie.
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§. 42. Wenn die Uebereinstimmung der Ausbildung mit denDurchgängen ganz erwiesen wäre, so könnte man sie an die Stellederselben in die Charakteristik setzen, wodurch diese einfacher würdeund sich nur auf krystallographische Bestimmungen, das Grundvcr-hältniß und die Ausbildung, stützte. Man würde finden, daß diesebeiden Momente vollkommen hinreichen, die Krystallreihe zu charak-terisiern, indem die physischen Unterschiede in den verschiedenenRichtungen des Krystalls, die Durchgänge eingeschlossen, als eineFunction des Formellen angesehen werden können. Indessen so un-vollständig unsre Kenntniß der Durchgänge ist, so ist es die, welchewir von der Ausbildung haben, in einem noch höhern Grade, sodaß die Charakteristik der meisten Krystalle schwankend sein würde,wenn man sie aus die Ausbildung stützen wollte. Sie ist daherbis jetzt noch unzulänglich, die Durchgänge zu ersetzen *).
.§. 43. Die Flächen der Durchgänge sind jedoch nicht dieherrschenden. Nur wenn ei n Durchgang die übrigen an Intensi-tät weit übertrifft, pflegt er der Hauptflächc des tafelartigcn Kry-stalls parallel zu sein. Sonst sind es in der Regel die Abstum-pfungen der Kanten und Ecken, also 110 und 11t, die Coefficien-ten positiv und negativ, die am häufigstem vorkommen. So ist esbei den sehr reichen Gattungen des Kalkspathcs, deS Feidsparhes,der Blende, selbst bei dem Gyps u. v. a.
') Schon Hauy nahm die Flächen seiner Grundform den Durchgängenparallel. Mohs hat stets eine geschlossene, von den Durchgängen ganzunabhängige Gestalt als Ausgangspunkt seiner Reihen, und wo die-ses, wie in den monoklinischen und triklinischen Systemen, nicht möglichwar, supplirt er das Fehlende entweder nach dem Princip der He-miedrie, oder er setzt seine Grundform aus zwei oder mehreren Flächen-gruppcn von ziemlich gleicher Lage zu den Achsen zusammen. DiesesVerfahren, welches bei Mohs nothwendig ist, ist bei denen, welche seineMethode, die Flächengruppen aus einander abzuleiten, nicht annehmen,ganz überflüssig. Kobell, der Naumanns Bezeichnungsweise angenom-men hat, erklärt es für ganz- zweckmäßig, bei der Wahl der Grundfor-men vorzüglich die Durchgänge zu berücksichtigen; doch könne dieses nurgeschehen, wenn es geschlossene Gestalten sind. Im entgegengesetztenFalle würde man eine Menge von Mineralien für gleich krystallisirt hal-ten müssen, die es nicht sind (Schweigg. Zourn. 1834. II p. 83.).Warum das?
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