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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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Krnstallkunde.

Das Gruudverhältm'ß und die Durchgänge,

§. 44. Zwischen den Durchgängen und den Wertben der Ach-sen scheint ebenfalls ein naher Zusammenhang stattzufinden. Indem tetragonalen Systeme ist das Grundverhältniß kleiner wie1, wenn der Hanptdurchgang basisch ist, und großer wie 1, wenner prismatisch ist, z. B. Uranit, Calomcl, Tellnrglanz, Apophyllit;andrerseits Zirkon. Nur die wenig bekannten Species Humboldti-lith und Strontianhydrat scheinen hier eine Ausnahme zu machen.

Im heragonalen Systeme ist fast überall basischer Durch-gang und kleiner wie 1. Bei dem Daryn und dem schwefelsau-ren Eisen sind prismatische Durchgänge und -V größer wie 1.

In dem rhomboedri sehen Systeme ist ebenfalls neben einembasischen Durchgänge die Grundform stumpf.

Dasselbe findet sich fast ohne Ausnahme in der Familie desrhombischen Systems, welche rechtwinklige Durchgänge hat. Demschwächer» Durchgänge entspricht in der Regel die größere Dimen-sion, oder mit andren Worten: der Durchgang ist der Abstumpfungter scharfen Kante des gewöhnlichen Prisma's oder den scharfenEcken des Oktaeders parallel.

Bei schiefwinkligen Durchgängen treten andre Verhältnisse ein.Zwar ist auch hier ein Nebendurchgang häufig der kleinen Achseparallel; allein nicht selten gebt er nach der Abstumpfung der stum-pfen Kante, und dieses scheint grade dann der Fall zu sein, wennder Winkel größer ist, als 120", z. B. bei der Hornblende u. v. a.

§. 45. Wenn sich auch bei der großen Ungewißheit, diein vielen Krystallen über die Lage und Durchgänge schwebt, und beidem Willkürlichen in der Wahl der Grundverhältuisse, über ihrVerhalten nichts mit Gewißheit behaupten läßt, so können doch fol-gende Sätze für wahrscheinlich gelten:

1. Wenn die Durchgänge rechtwinklig sind, so ist der Haupt«Lnrchgang der Abstumpfung der scharfen Ecken oder Kanten derübrigen Hauptstächen parallel.

2. Wo die Hauptdurchgänge schiefwinklig sind, ist es bald dieschärfere, bald die stumpfere Kante, welche einen stärker» Ncben-dnrchgang hat. Das letzte tritt um so leichter hervor, je stumpferdas Prisma ist.

3. Es ist i» der Regel Ke kleinste Dimension, welche in der