Jsomorphic.
30 !)
Dieselbe Reihefolge findet sich in der relativen Ausdehnbarkeitdurch Wärme, die in der Kalkspathgruppe beobachtet ist, undin der Härte vor.
Ich verkenne das Ungewisse dieser ganzen Zusammenstellungnicht und will keinesweges für die Richtigkeit des angegebenen Re-sultates bürgen; aber daß, wenn die Beobachtungen genau sind,sich auf diesem Wege ein für die Krystallbildung bedeutendes Re»sultat werde finden lassen, wird durch die mitgetheilten Beispielesehr wahrscheinlich.
§. 49. Was die zweite Frage, die relative Aenderung derWerthe verschiedener Achsen und Winkel betrifft, so sind die ein-achsigen Systeme dabei ohne Einfluß. Am meisten entscheidend sind dietriklinischeu und mvnoklinischen Systeme, wo die Grundform 5 oder3 von einander unabhängige Glieder enthält. Aber auch die rhom-bischen Systeme bieten Gelegenheit zur Beantwortung jener Fragedar. Es findet sich nämlich ein gewisses Gesetz in der Art, wiedie Achsen in isomorphen Krystallreihen sich verändern. Wenn» b v,
» mb ne,
», m,b, u,o,
die Verhältnisse der drei Werthe sind, so ist
zu : mr beinahe — n : u,.
Bei der Barytgruppe z. B. steigen und fallen alle drei Wer-the immer gleichzeitig; bei der Aragonitgruppe mit einigen kleinenSchwankungen ebenfalls, bei andren Krystallgattungen bleibt einer derdrei Werthe constant, während die andren beiden sich gleichmäßigändern. Ich werde weiter unten auf die Ursachen dieser Variatio-nen zurückkommen.
Dritter Abschnitt.
Krystallvphysik.
§. 50. Die physischen Erscheinungen in den Krystallen sindabsolut oder relativ. Die relativen sind abhängig von den Win-keln, welche die Richtung, in der man sie wahrnimmt, mit den Kry-stallachsen macht; die absoluten dagegen bloß von der Beschaffen-heit des Krystalls ohne Rücksicht aus die Neigungen. Die Krystall-