Elementare Erscheinungen.
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That findet sie nächst der Proportionslehre der Chemie ihre Haupt-stütze in der Krystallkunde.
Haun schichtete seine Krystalle aus Molekeln auf, deren Former durch die Spaltungsfläche bestimmte. Der Raum wurde dabeiin der Regel vollständig ausgefüllt, und wo dieses nicht der Fallwar, wußte er mit ziemlichem Glücke die Cvnsequenz seiner Lehrezu behaupten. Krystallflächen und Durchgänge gehen aus Hauy'sGrundsätzen mit Nothwendigkeit hervor und die übrigen Erscheinun-gen im Krystall widersprechen ihnen nicht. Indessen kann die Ato-mistik keine sich berührenden Molekeln zulassen. Sie müssen viel-mehr durch Intervalle getrennt sein, gegen welche ihre Größe un-merklich wird. Diese Intervalle verändern sich durch äußere Kräfteauf verschiedenartige Weise. Um die Verschiedenheiten der Kräftenach verschiedenen Richtungen zu erklären, ist man daher genöthigt,in die Hypothese zwei Elemente aufzunehmen, erstlich eine be-stimmte Gestalt der Molekeln, zweitens eine ungleiche Entfernungnach verschiedenen Seiten. Dadurch wird sie zusammengesetzter undwillkürlicher. Eine Hypothese, welche die Erscheinungen im Krystallsehr gut darstellt und zugleich mit dem, was man aus andren Thei-len der Physik weiß, im Einklänge steht, ist folgende:
§. 53. 1) Der feste Körper besteht aus Theilchen,
welche durch Zwischenräume von einander getrenntsind. Für die Krystallographie braucht man sich über die Gestaltder Theile und die verhältnismäßige Größe der Intervalle, und obdie flüssige» und gasförmigen Körper ebenfalls aus solchen Theilenbestehen, nicht ausznsprcchen. Indessen würde ich vom atvmistischcnStandpuncte aus die Theilchen als mathematische Puncte, bloß alsSitz der Kräfte ansehen.
2) In den krystallisirten Körpern liegen die Theil-chen völlig symmetrisch »eben einander, d. h. wenn manvon zwei Theilchen im Innern des Krystalls parallele Linien zieht,so wird, wenn von dem einen ein Theilchen getroffen wird, auchvon dem andern ein Theilchen nach einem gleichen Intervalle ge-troffen werden. Der zweite Satz wird von jedem angenommen wer-den, der den ersten zngiebt.
Diese beiden Sätze sind äußerst fruchtbar. Obgleich sie keineGrundformen zulassen, geht aus ihnen dennoch mit Nothwendigkeitnicht nur dav hervor, waS Hauy aus seiner Lehre ableitete, so»-