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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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Krystallophysik.

In diesen Scheiben fand er statt deS veränderlichen KrcnzcSin der Regel zwei Paar hyperbolischer Linien von unveränderlicherStellung die von dem erschütterten Orte nur in so fern abhängigsind, als bald das eine, bald das andre Paar als Knotenlinie er-scheint; die Töne, die beiden Paaren zugehören, sind verschieden.

Sobald eine der drei Hauptachsen in der Ebene der Tafel ist,verwandelt sich eins der Hyperbcln-Paare in ein rechtwinkliges dia-metrales Kreuz, welches mit den Achsen der andren Hyperbeln zu-sammenfällt, so daß die Querachse derselben stets der Projcction derRichtung der stärksten Elasticität des Holzes auf die Flächen derScheiben parallel läuft. Haben beide hyperbolische Achsen einegleiche Elasticität, was bei einer der Scheiben, in deren Ebene diemittlere Elasticitätsachse liegt, der Fall ist, so wird auch die zweiteHyperbel zum Kreuz; allein die Töne beider Kreuze sind verschieden.Bei Scheiben, welche durch die mittlere der drei rechtwinkligenAchsen und eine andre Linie gehen, die in der Ebene dergrößten und kleinsten Achse liegt und in ihrer Elasticität der mitt-leren Achse gleich zu sein scheint, werden die Töne beider Knoten-linien einander gleich, und die Hyperbeln können, wie bei homoge-nen Scheibe» das Kreuz, unendlich viele von dem Orte der Er-schütterung abhängige Lagen annehmen. ^

§. 60. Diese Erscheinungen sind denen bei der Doppelbrechungdes Lichtes so ähnlich, daß Savart auch in den Krystallen die Ela-sticität auf gleiche Weise beobachten wollte. Vermuthlich wurde erdurch diese Betrachtung auch in die Wahl der Krystalle geleitet, dieer der Prüfung unterwarf. Er nahm Quarz und Kalkspath, beidesKörper, deren optische Eigenschaften gut bekannt sind. Diese Wahlist nicht glücklich zu nennen. Der Quarz, den er am genauestenuntersuchte, hat eine eigenthümliche, sehr anomale Bildung- Seinevorher bestritsene Strnctur ist sogar erst durch Savart's Versucheals rhomboedzisch erkannt. Bei dem Kalkspath sind nur wenigeBeobachtungen angestellt und auch bei ihm darf man nicht vonrechtwinkligen Dimensionen ausgehen. Es wäre besser gewesen, mitdem tesseralen Systeme anzufangen, welches in dem Flnßspath, demBleiglanz und Alaun zu Versuchen geeignete Körper darbietet unddann zu Krystallen mit rechtwinkliger Structur überzugehen.

Ich habe alle Töne an Holz und an Krystallen, welche Savartauf die Weise der französischen Musiker angicbt, nach einer gleich